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„Ich drücke noch nicht die Paniktaste“ Mutig aus der Krise

Hannover 96 gegen den HSV Mutig aus der Krise

„Großer HSV“ gegen „kleiner HSV“ oder doch umgekehrt. Die Umschreibungen werden häufig gebraucht, wenn der Hamburger SV und Hannover 96 aufeinandertreffen. Vor dem Derby am Sonntag ist die Rollenverteilung noch unklar.

96-Trainer Slomka (hinten) hofft gegen den HSV auf effiziente und eiskalte Stürmer – Mame Diouf (vorne) zum Beispiel.

Quelle: zur Nieden

Hannover. In den vergangenen Jahren hatte 96 den Hanseaten etwas den Rang abgelaufen, war zumindest vom eigenen Anspruch her zum „großen HSV“ avanciert. Am Sonntag spielen beide Vereine in Hamburg wieder gegeneinander. Und in diesem Jahr kann keiner der Klubs für sich in Anspruch nehmen, der „große HSV“ zu sein. Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei beiden viel zu weit auseinander; der Tabellen-14. erwartet den -elften. Europa ist weit weg.

Hamburger und Hannoveraner stecken in der Krise, auch wenn Mirko Slomka versucht, diesen Ausdruck zu umdribbeln. „Für mich findet das Wort ,Krise‘ nicht statt“, sagte der 96-Trainer. „Das ist Bundesliga-Alltag.“ Dass es doch ein bisschen mehr ist, offenbart Slomkas nächste Aussage. „Derzeit ist jede Kritik berechtigt“, sagt der 46-Jährige, „deshalb muss ich mich aber nicht permanent verteidigen.“

Sechs Spiele seines Teams in der Liga ohne Sieg haben ihn in diese Situation gebracht vor dieser wichtigen Begegnung. Die zweiwöchige Länderspielpause nach dem enttäuschenden Derby gegen Eintracht Braunschweig (0:0) habe man, so Slomka, dazu genutzt, an den Defiziten zu arbeiten. „Unsere Chancenauswertung lag zuletzt unter zehn Prozent“, sagt der Trainer, „wir haben nur einen Treffer nach einer Flanke erzielt. Und nach einem Konter, unserer ursprünglichen Stärke, haben wir gar kein Tor geschossen. Das waren unsere Themen.“ Schon in Hamburg hofft er auf eine Umsetzung des Erarbeiteten. Er wünscht sich mehr Effektivität und hofft auf Stürmer, die „eiskalt beim Toreschießen“ sind. Eine frühe Führung würde seinem Team in die Karten spielen. „Es geht nicht nur um den Willen, sondern darum, wer mehr Selbstvertrauen hat“, sagt Slomka. „Wir werden einen mutigen Auftritt hinlegen.“ Ein Sieg beim HSV wäre nämlich der erste Schritt aus der (wir nennen es so) Krise.

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