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Fast wie in den besten Tagen

Hannover 96 gegen Borussia Dortmund Fast wie in den besten Tagen

Am Anfang taten sich die 96-Anhänger in der Nordkurve schwer. Doch der Funke ist im Spiel gegen Borussia Dortmund wieder übergesprungen: Der 96-Mannschaft gelingt es, die Fans mit ins Boot zu holen. Erst mit dem Schlusspfiff endete der Glaube an einen erneuten Ausgleich.

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So geht Stimmung: Nach Lars Stindls Tor zum 1:1 gab es großen Jubel - auf dem Platz und den Tribünen.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Wie im Spiel gingen auch auf den Rängen die Punkte an den BVB. Die etwa 10.000 Dortmunder Fans sangen und hüpften nahezu die gesamten 90 Minuten. Das Gute: Sie waren dadurch oft lauter als die „Kind muss weg“-Schreier. Die 96-Anhänger - bei Spielbeginn hing in der Nordkurve ein Transparent der Ultras mit der Aufschrift „Auch du wirst irgendwann verstehen: Hannover 96 wird niemals eine Marke sein“ - taten sich anfangs schwer.

Nach dem 1:1 durch Lars Stindl (31. Minute, vorher hatte Pierre-Emerick Aubameyang den BVB in Führung geschossen/19.) tauten jedoch auch die 96-Fans auf. Die lästigen „Kind muss weg“-Rufe, die lange alle paar Minuten in der Nordkurve angestimmt wurden, endeten. Gemeinsam feuerten die Hannoveraner auf den Rängen ihr engagiertes Team an wie in besten Tagen. Den 96-Profis war es durch den beherzten Fußball, den sie spielten, gelungen, die Zuschauer mit ins Boot zu nehmen. Der Funke sprang über, die Stimmung war klasse.

Für Hannover 96 und Trainer Tayfun Korkut wird es immer ungemütlicher. Nach dem 2:3 (1:1) gegen Borussia Dortmund geraten die „Roten“ immer tiefer in den Abstiegssumpf.

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Ein Stimmungskiller war jedoch der Platzverweis für Leonardo Bittencourt (55.). Erst versuchte man sich noch in einem gemeinsamen Pfeifkonzert gegen Schiedsrichter Felix Brych und den BVB. Als die Dortmunder die plötzliche Unordnung bei 96 eiskalt mit zwei blitzsauberen Treffern ausnutzten und mit 3:1 in Führung gingen durch Shinji Kagawa (57.) und wiederum Aubameyang (61.), wurde es sehr ruhig in den 96-Blöcken. Zu hören war nun wieder nur der ausgelassene BVB-Anhang.

Zwei Tore erzielte Lars Stindl für Hannover 96 gegen Borussia Dortmund. Doch die starke Leistung des Kapitäns und Antreibers wurde noch einem Mitspieler übertroffen: Salif Sané war erneut der beste Feldspieler bei den „Roten“. So war die Mannschaft von Tayfun Korkut gegen den BVB in Form.

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Nach Stindls Anschlusstor (82.) wurden jedoch auch die 96-Fans noch mal richtig laut - und sie unterstützten ihre Mannschaft bis zum Schlusspfiff. Da erst endete der Glaube an einen erneuten Ausgleich. Es gab aber keine Pfiffe, keine Unmutsäußerungen wie sonst so oft nach Niederlagen. Alle, die zu 96 hielten, waren einfach nur konsterniert. Man blickte in manch ratloses und entsetztes Gesicht. Laut war es natürlich trotzdem, aber es gab nur noch BVB-Gesänge. Das Team um Marco Reus ließ sich noch lange feiern, da waren viele Hannoveraner längst zu Hause.

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Karten kosten fünf Euro

Zu einem Testspiel gegen den Drittligisten Rot-Weiß Erfurt treten die Profis von Hannover 96 am Freitag, 27. März, um 18.30 Uhr in der HDI Arena an. Die „Roten“ nutzen die Länderspielpause für das Freundschaftsspiel und wollen sich so auf den Abstiegskampf vorbereiten.

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