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Keinen Bock auf Almeida

Stürmer fliegt aus 96-Kader Keinen Bock auf Almeida

Hannovers teuerstem Neuzugang der vergangenen Winterpause droht schon jetzt das Aus: Interimscoach Daniel Stendel hat Hugo Almeida aus dem Kader für das Spiel gegen Hertha Berlin gestrichen. 

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Hugo Almeida

Quelle: Treblin

Hannover. Retten kann er nichts mehr. Daniel Stendel, der neue Trainer von Hannover 96, ist aber angetreten, um etwas zu ändern. Die Einstellung und das Verhalten der Profis – und auch personell. Der 42-Jährige („Ich hab Bock“) hat Wort gehalten und gleich vor seinem Bundesliga-Debüt ein Zeichen gesetzt, das man gepflegt als dickes Ausrufezeichen bezeichnen kann. Er hat den Stareinkauf des Winters aussortiert: Hugo Almeida durfte am Donnerstag nicht einmal mehr am Abschlusstraining der „Roten“ teilnehmen für das Spiel bei Hertha BSC Berlin (Freitag um 20.30 Uhr).

Gemeinsam mit Allan Saint-Maximin, dessen Vertrag ebenso wie Almeidas am Saisonende ausläuft, musste der Portugiese abseits des Teams mit Fitmacher Edward Kowalczuk trainieren. Stendel hatte – wie von ihm angekündigt – bei seinen ersten Einheiten ganz genau hingesehen und dürfte dabei gestolpert sein über die augenscheinliche Lustlosigkeit des 31-jährigen Stürmers.

Die Degradierung könnte bereits das endgültige Aus Almeidas bei 96 bedeuten – demnach wäre sein uninspirierter Auftritt beim 0:3 gegen den Hamburger SV sein siebter und letzter im hannoverschen Dress gewesen. Vielleicht will der neue Coach aber auch nur abwarten, welche Reaktion der Angreifer zeigt.

Stendel wird auch Felix Klaus und Iver Fossum, der gegen den HSV noch in der Anfangself stand, zu Hause lassen. Er beweist damit, dass er keine Rücksicht auf Namen nimmt. Besonders spannend ist darum, ob er den Mut hat, bei der Anfangsaufstellung heute in Berlin das nächste fette Ausrufezeichen zu setzen. Und damit schon eine Art Neuanfang einzuleiten. Er hat zwar einige ganz junge Leute im Kader, aber wird er sie auch von Anfang an bringen?

Der Trainer ist von ihnen überzeugt, sonst hätte er sie nicht mitgenommen. Stendel kennt Noah-Joel Sarenren-Bazee, Niklas Feierabend und Waldemar Anton aus seiner Zeit als U19-Coach bestens, aber traut er ihnen gerade in dieser schwierigen Situation die 1. Liga bereits zu? Sie kämen in eine völlig verunsicherte Mannschaft, der jegliches Selbstvertrauen fehlt. Andersherum hätten diese jungen Burschen nichts zu verlieren – und mal ehrlich: Schlechter kann es ohnehin nicht werden. Und in Sachen Einsatz und Kampf dürften die Jungen für einige andere 96er durchaus als Vorbild gelten.

Ziemlich sicher scheinen drei andere Umstellungen im Team: Manuel Schmiedebach, Salif Sané und Andre Hoffmann, alle drei von Stendel-Vorgänger Thomas Schaaf zuletzt nicht mehr berücksichtigt oder offiziell verletzt, stehen in Berlin vor ihrem Comeback. Besonders Schmiedebach wird sich zerreißen. Und das hat wenig damit zu tun, dass es gegen seinen früheren Club geht, der ihn ausgebildet hat. Sondern vielmehr tut er das für 96. Der 27-Jährige hat mehrfach seine Verbundenheit zu Hannover und 96 betont – und hinreichend bewiesen, dass das keine Lippenbekenntnisse waren. Solche Spieler mag Stendel.

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