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96 siegt 9:1 gegen Schleswig
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Mit leichter Verspätung 96 siegt 9:1 gegen Schleswig

Das ging am Sonntag gar nicht gut los für Hannover 96. Erst mit 20 Minuten Verspätung pfiff Frederik Glowatzka aus Kiel das Testspiel von Hannover 96 bei Schleswig 06 an – infolge eines schweren Unfalls auf der A7 war der Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten in einen langen Stau geraten.

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Artur Sobiech (hinten) trifft in der 15. Minute zum 0:1.

Quelle: zur Nieden

Schleswig. Die 2500 Zuschauer mussten sich bei Bier, Bratwurst und Livemusik in Geduld üben, und der Favorit hatte anfangs gegen den engagiert auftretenden Sechstligisten offenbar noch schwere Beine. Bis zum 1:0 durch Artur Sobiech, der einen Abwehrfehler der Schleswiger nutzte, dauerte es eine geschlagene Viertelstunde. Danach drehte 96 merklich auf. Schon zur Halbzeit (4:0) zeichnete sich der am Ende klare 9:1-Erfolg im dritten Testspiel binnen vier Tagen ab, zu dem Jan Schlaudraff und der zur Halbzeit für Sobiech eingewechselte Deniz Kadah jeweils zwei Tore beisteuerten.

Zu tun gibt es noch einiges, das war auch gestern gut zu sehen. In der Anmerkung von Slomka, der heute für 10 und für 16 Uhr zwei Trainingseinheiten angesetzt hat, wurde das nach Spielschluss auch deutlich: „Wir müssen uns noch einiges erarbeiten.“

Bis Donnerstag absolviert 96 im 50 Kilometer von Schleswig entfernten Glücksburg sein erstes Trainingslager der Saison. Slomka geht es dabei vor allem darum, seine Mannschaft in athletischer Hinsicht in Schuss zu bringen, aber auch spieltaktisch steht hier einiges auf dem Programm. Noch ist der 96-Kader nicht komplett, mit Sebastien Pocognoli und Sobiech gehörten gestern immerhin wieder zwei der Nationalspieler zum Kader, die aufgrund von Länderspielberufungen länger Urlaub bekommen hatten. Auch Ron-Robert Zieler meldete sich zurück: Der Torwart, diesmal wie angekündigt nur Zuschauer auf der Bank, drehte vor dem Anpfiff in roter Trainingsjacke zusammen mit den noch nicht einsatzbereiten Leon Andreasen und Felipe im Alleestadion ein paar Runden auf der roten Tartanbahn. So langsam finde sich alles wieder zusammen, sagte Slomka mit Blick auf sein Aufgebot.

Das stimmte am Sonntag bis auf eine nicht vorhersehbare Ausnahme. Christian Schulz – am Vortag beim knappen 2:1 in Krähenwinkel eine Halbzeit lang im Einsatz – musste verletzungsbedingt passen. Offiziell war von „muskulären Verspannungen“ die Rede; dem Verteidiger drohe jedoch keine längere Pause, hieß es.

Die 96-Abwehr präsentierte sich somit in ungewohnter Formation und bis auf Pocognoli auf der linken Seite nicht in der Konstellation, die zu erwarten ist, wenn es in der Liga ernst wird. Gestern tat das nicht viel zur Sache: Markus Miller vor der Pause und der zukünftige 3. Torwart Konstantin Fuhry, der vom VfB Stuttgart kommt, sobald der Transfer von Samuel Radlinger zu Rapid Wien perfekt ist, bekamen kaum etwas zu tun. Das Schleswiger Ehrentor resultierte aus einem unhaltbaren Freistoß von Lars-Ole Puttins in den linken Winkel.

Die Gastgeber feierten diesen Treffer, den schönsten des Tages, wie einen Sieg. Und sie waren sichtlich froh, dass die Niederlage am Ende nicht zweistellig ausfiel – Chancen dazu hatte 96 genug. Aber wenn alles schon perfekt wäre: Wozu müsste ein Bundesligist dann noch ins Trainingslager reisen?

Hannover 96: Miller (46. Fuhry) – Avevor, Ballas, Gökdemir, Pocognoli (46. Pander) – Hoffmann, Stindl – Bittencourt (46. Nikci), Schlaudraff, Huszti (46. Prib) – Sobiech (46. Kadah).
Tore: 0:1 Sobiech (15.), 0:2 Avevor (26.), 0:3, 0:4 Schlaudraff (40., 44.), 1:4 Puttins (50.), 1:5, 1:6 Kadah (54., 65.), 1:7 Prib (78.), 1:8 Nikci (80.), 1:9 Stindl (86.).

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