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Wer übernimmt die Regie bei 96?

Torchancen fehlen Wer übernimmt die Regie bei 96?

Wo ist sie nur geblieben? Nicht nur die spielerische Leichtigkeit ist den „Roten“ zuletzt abhanden gekommen, auch von einer spielerischen Linie war in den vergangenen Spielen kaum noch etwas zu sehen. Die Folge: Torchancen waren Mangelware.

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Fehlt die Robustheit: Sebastian Maier bringt alles mit für die Spielmacherposition, hier jubelt er über sein Tor gegen Fürth, scheint aber zu sensibel.

Quelle: Maike Lobback [Team zur Nieden]

Hannover. Natürlich wird in der 2. Liga ein anderer Fußball als in der Bundesliga gespielt, aber Hannover 96 stellt seine Fans trotz des durchaus passablen 3. Tabellenplatzes nach dem neunten Spieltag vor manche Geduldsprobe.

Natürlich gab es bereits fünf Siege in den bisherigen neun Partien - aber ein wirklich überzeugender Auftritt war nicht dabei. Mit einigem guten Willen könnte man vielleicht die Leistung beim 2:0 bei 1860 München dazuzählen, als 96 die Partie beherrschte und nicht eine Chance der „Löwen“ zuließ. Aber aufregende Torraumszenen und tolle Kombinationen hatte es auch in dieser Begegnung kaum gegeben.

Die meisten Siege der „Roten“ sind auf unspektakuläre Weise zustande gekommen. Allzu oft mussten Standards herhalten, die sicherlich ein probates Mittel sind, aber eben auch wenig aufregend. Wenn das am Ende für den Aufstieg reicht, okay. Denn nur darum geht es in dieser Saison, sagen sicherlich nicht nur kühle Rechner, die speziell die finanzielle Komponente im Auge haben. Der gemeine Fußballfan aber wünscht sich schon, dass 96 ein etwas größeres Augenmerk auf das spielerische Moment legen würde.

Zumal die Hannoveraner genügend Spieler in ihren Reihen haben, die große Qualität im Offensivspiel besitzen. Nicht selten wird im Zusammenhang mit 96 von der besten Offensive der Liga gesprochen. Doch es hakt im Aufbau. Dass aus dem defensiven Mittelfeld zu wenige Akzente gesetzt werden, ist hinlänglich thematisiert worden. Das ist aber nicht das Hauptproblem: Entscheidend ist die fehlende Präsenz in der Schaltzentrale. Trainer Daniel Stendel hat es bisher mit drei Spielern probiert, die die Offensivspieler entscheidend einsetzen sollen. Zufriedengestellt hat ihn bisher keiner der drei.

Kenan Karaman

Schon Stendel-Vorgänger Thomas Schaaf hatte den 22-Jährigen - da noch in der 1. Liga - mehrfach erfolglos auf der Spielmacherposition aufgeboten. Auch eine Klasse tiefer ist schnell klar geworden, dass Karaman seine Stärken besser auf den Außenpositionen ausspielen kann. In der Zentrale fehlt ihm in den entscheidenden Momenten die Übersicht, da trennt er sich zu spät vom Ball, statt den besser postierten Mitspieler einzusetzen.

Iver Fossum

Dem jungen Norweger, der viele Voraussetzungen für diesen Part mit sich bringt, fehlt neben Zweikampfstärke auch die Dynamik. Tempowechsel sieht man bei ihm selten. Trainer Stendel scheint dennoch nimmermüde, den 20-Jährigen aufzubieten.

Sebastian Maier

Der 23-Jährige ist genau für diese Position hinter den Spitzen verpflichtet worden. Er legte mit zwei Toren und einer Vorlage in den ersten beiden Spielen auch gleich gut los. Doch dann wurde es schnell ruhig um den ehemaligen St. Paulianer. Nach fünf Startelf- einsätzen war er zuletzt nur noch Einwechselspieler und blieb am vergangenen Sonntag gegen Union Berlin ganz auf der Bank. Maier ließ zuletzt aber auch vieles vermissen, was ihn anfangs ausgezeichnet hat. Irgendwie wirkt es, als ziehe sich der sensible Profi in sein Schneckenhaus zurück. Er müsste mehr aus sich herauskommen, mehr Robustheit an den Tag legen. Dann gäbe es keinen besseren im 96-Kader für die „10“.

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Jiri Stainer (hier im Jahr 2010): "Heute ist es Science-Fiction, von Tschechien nach Deutschland zu wechseln, so wie ich damals."

Jiri Stajner, der frühere Fanliebling von 96, glaubt an seinen alten Club. „Hannover wird direkt wieder aufsteigen“, sagte der Tscheche, der derzeit mit 40 Jahren für Spartak Chrastava in der 4. Liga spielt, in einem Interview mit dem Magazin „11 Freunde“.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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