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Keine Hintertür für Stendel bei 96

Trainer-Debatte Keine Hintertür für Stendel bei 96

Daniel Stendel hat ein gutes Debüt als Trainer von Hannover 96 hingelegt. Besonders bei den Fans sammelte er Pluspunkte. Doch ein Engagement als Trainer in der 2. Liga steht keinesfalls zur Diskussion. Die Verantwortlichen von 96 machten klar, dass sie andere Pläne verfolgen.

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Guter Einstand in Berlin, soll nach Abschluss der Saison aber definitiv nicht Trainer von 96 in der 2. Liga werden: Daniel Stendel.

Quelle: dpa

Hannover. Sonntagspielten die A-Junioren von Hannover 96 gegen den FC St. Pauli (3:1). Auf dem Spielberichtsbogen stand als 96-Trainer: Daniel Stendel. Das geschah wohl eher aus alter Gewohnheit. Einen erneuten Trainerwechsel beim Bundesligateam der „Roten“ hat es nämlich nicht gegeben. Stendel coacht auch weiterhin die 96-Profis. Zumindest die verbleibenden fünf Spiele bis zum Saisonende. Dann ist erst einmal wieder Schluss für den 42-Jährigen. Das sagte Stendel, und das bekräftigte 96-Geschäftsführer Martin Bader gestern noch einmal der HAZ. So war der Plan bei der Inthronisierung des Trainers gewesen, und daran wird 96 festhalten.

Daniel Stendel - die besten Bilder seiner Karriere.

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Es hatte von vornherein Diskussionen unter den Fans gegeben, Stendel doch zumindest eine Chance zu gewähren. Diese sind durch das beherzte Auftreten der Hannoveraner beim 2:2 gegen den Champions-League-Anwärter Hertha BSC noch heftiger geworden. Dennoch bleibt es bei der Vereinbarung zwischen Club und Trainer. Und dabei spielt der Faktor Zeit die entscheidende Rolle. 96 hat bei den Vorbereitungen für die nächste (Zweitliga-)Saison keine Zeit, abzuwarten. „Wir wissen, dass Daniel ein sehr guter Trainer ist, und wir sind froh, ihn im Verein zu haben“, sagte Bader. „Aber wir müssen parallel an einer Lösung für das nächste Jahr arbeiten. Wir können nicht bis zum 34. Spieltag warten.“

Eine verständliche Aussage des Geschäftsführers, wobei Stendel bei seinem Debüt in Berlin eine Menge Werbung in eigener Sache gemacht hat - auch wenn er problemlos wieder auf seinen Posten als A-Juniorencoach zurückkehren werde, wie er betonte. Die Partie im Olympiastadion hatte den Eindruck vermittelt, dass er in einer knappen Woche bei den Profis mehr bewirkt hat, als sein Vorgänger Thomas Schaaf in gut drei Monaten vorher. Er hatte seine Mannschaft hervorragend eingestellt. Anders als zuvor stimmte die Moral über die gesamte Spielzeit und nicht nur mal für zehn bis 20 Minuten. Sein Team hatte auf fast alle Berliner Versuche die richtige Antwort.

Stendel selbst hatte nach der Partie auch auf die meisten Fragen eine plausible Antwort. Nur bei einer, da musste auch er passen: Das war ein Lebenszeichen des Teams, warum kam es jetzt erst? „Das kann ich nicht einschätzen“, sagte Stendel. „Wir haben versucht, Emotionen zu wecken und in die Mannschaft hineinzubringen. Das hat sie umgesetzt. Warum das vorher nicht so war? Das können nur die Spieler beantworten.“

Stendel hat als Spieler früher die richtige Einstellung vorgelebt; auch als Trainer ist er spürbar mit 100 Prozent bei der Sache. Und er war nicht so aufgeregt vor seiner Feuertaufe, wie man annehmen durfte. „Ich habe überlegt, ob ich etwas anders machen soll, habe aber für mich entschieden, dass ich deutlich sicherer bin, wenn ich alles so angehe wie in der A-Jugend auch. Das war genau richtig so.“ Er trug deshalb auch die gleiche Kleidung: Schwarze Sporthose und schwarzen Kapuzenpulli mit der Aufschrift: „Niemals allein - Hannover Sechsundneunzig“.

Beim nächsten 96-Spiel in Berlin wird übrigens wieder der Name Stendel als Trainer auf dem Spielberichtsbogen der A-Junioren stehen. Dann stimmt es. Sein Team trifft am 21. Mai im Pokalendspiel erneut auf Hertha.

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