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Schaaf schweigt zu seiner Zukunft

Hannover 96 Schaaf schweigt zu seiner Zukunft

Bleibt er oder wird er gehen? Die Gerüchteküche rund um die Zukunft des Trainers von Hannover 96 brodelt. "Es gibt nichts Neues", sagte Thomas Schaaf nach dem 11:0-Testspielerfolg von 96 gegen den OSV Hannover. 

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Wie gewohnt auf der Bank: 96-Chefcoach Thomas Schaaf (2. von rechts) verfolgt das Testspiel gegen den OSV.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Es sind kuriose Zeiten beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Gestern Nachmittag beim 11:0-Testspielsieg gegen den Landesligisten OSV Hannover verfolgten viele der 1000 Zuschauer auf der Mehrkampfanlage nur mäßig interessiert das Treiben auf dem Rasen. Aufmerksam im Blick hatten sie vielmehr Thomas Schaaf, den Trainer, und eine kleine Szene war typisch für die Diskussionen am Spielfeldrand. „Ist der noch da?“, fragte ein älterer Trainingsstammgast nach seiner Ankunft am Platz in die Runde. Und bekam als Antwort ein Nicken.

Mit einem 11:0 hat die Mannschaft von Hannover 96 den Oststädter Verein (OSV) in einem Testspiel deutlich geschlagen.

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Ja, er war da. Schaaf leitete morgens um 10 Uhr das Training und beobachtete weitgehend regungslos auf seiner Bank die Mannschaft am späten Nachmittag bei der Fortsetzung der beliebten Freundschaftsspielreihe „Die Roten gegen die Landesliga“.

In der ersten Halbzeit trafen für 96 zweimal Manuel Schmiedebach, zweimal Adam Szalai und einmal Hugo Almeida. Nach der Pause legten dreimal Artur Sobiech, Steffen Witte, Gianluca Zentler und Niklas Feierabend nach. Dank kräftiger Regenschauer hatte sich die Zuschauerzahl bis zum Abpfiff gegen den eher wie ein Bezirksligist spielenden OSV fast halbiert.

Doch das Thema war ohnehin Schaaf und seine Zukunft. Fast jeder der Zuschauer wollte irgendetwas gehört haben. Dass Schaaf noch vor dem Spiel am Sonnabend gegen den Hamburger SV hinschmeißt, weil er das über Ostern im Familienkreis beratschlagt habe - eine Variante, die morgens in der „Bild“-Zeitung nachzulesen war. Andere erzählten mit verschwörerischem Ton, dass Schaaf weitermacht bis Saisonende, aber für die 2. Liga nicht zur Verfügung steht. Gerüchte, Gerüchte. Und überall, wo man hinhörte, wurden bereits Nachfolgekandidaten gehandelt, ebenfalls in allen Varianten: Trainer für die letzten Spiele, Trainer für den Neuaufbau. Der Name von A-Jugendtrainer Daniel Stendel fiel häufig, auch bei Fans, die noch nie ein A-Jugendspiel gesehen haben. Auch über Mirko Slomka, den früheren 96-Coach, wurde gesprochen, es gibt sogar eine Onlinepetition mit dem schönen Titel „Für einen echten Neuaufbau - Mirko Slomka, unser einstiger Erfolgstrainer, soll zurückkehren“.

Und Schaaf? Der Trainer hatte vor der Partie darum gebeten, später nur Fragen zum Spiel zu stellen. Als nach dem Test ein Reporter des Bezahlfernsehsenders „Sky“ sich nach seiner Zukunft erkundigte, antwortete Schaaf wenig begeistert: „Es gibt nichts Neues, da können sie auch 15- oder 20-mal fragen, das macht keinen Sinn.“ 96 hatte gestern übrigens um 13.01 Uhr zur Pressekonferenz am Donnerstag vor dem HSV-Spiel eingeladen - mit Cheftrainer Schaaf. Auch das ist eine Antwort.

Hiobsbotschaft aus Japan: Hotaru Yamaguchi hat sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Syrien (5:0) einen Nasenbeinbruch zugezogen. Der 25-jährige Mittelfeldspieler der „Roten“ wurde bei einem Kopfballduell heftig im Gesicht getroffen, blieb blutüberströmt liegen und kam ins Krankenhaus. Wann er nach Hannover zurückkehren kann, ist laut Verein noch nicht klar.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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