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2013/2014: 96 probt die Offensive

Trainingslager in Belek 2013/2014: 96 probt die Offensive

Zwei Spitzen und viele Positionswechsel: So stellt sich Tayfun Korkut das Angriffsspiel bei den „Roten“ vor. Eine Schlüsselrolle in diesem variablen System könnte Jan Schlaudraff zufallen.

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Doppelspitze: Artjoms Rudnevs, Mame Diouf.

Quelle: Nigel Treblin

Belek. Es war eine Premiere mit richtungweisendem Charakter. Als Trainer Tayfun Korkut am Dienstagvormittag erstmals seit seinem Amtsantritt bei Hannover 96 gezielt das Offensivspiel trainierte, da standen Mame Diouf und Artjoms Rudnevs gemeinsam auf dem Platz. Dass er ein System mit zwei Spitzen bevorzugt, das hatte der neue Coach bereits angekündigt. Nachdem er am Sonntag gegen Hertha BSC Berlin (0:0) noch die Variante mit einem Stürmer und einem offensiven Mittelfeldspieler dahinter gewählt hatte, scheint er seine Ankündigung nun in die Tat umzusetzen. Und auch darüber hinaus gab die Einheit einen kleinen Einblick in das, was Korkut in der Fußball-Bundesliga vorhat.

96-Coach Tayfun Korkut will an der Offensive arbeiten - und zeigt sich dabei kommunikativ.

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Die Angriffe, die er seine Mannschaft am Dienstag einüben ließ, zeichneten sich durch viele Positionswechsel aus. Immer wieder rückten die Mittelfeldspieler von den Außenbahnen ins Zentrum, klatschten den Ball direkt zurück auf einen der beiden „Sechser“ im zentralen Mittelfeld und machten dabei zugleich Platz für die mitstürmenden Außenverteidiger. „Je flexibler wir sind, desto unberechenbarer werden wir sein“, erklärte Korkut. „Dazu gehört auch, dass jeder Spieler weiß, wohin er laufen muss, wenn einer seiner Mitspieler die Position wechselt.“

Eine Schlüsselrolle in diesem variablen System könnte Jan Schlaudraff zufallen. Der 30-Jährige, der unter Korkuts Vorgänger Mirko Slomka nicht mehr über die Rolle des Edeljokers hinauskam, agierte im Test gegen Hertha und auch im gestrigen Training gemeinsam mit Szabolcs Huszti auf den Flügeln. Dass Schlaudraff die fußballerischen Fähigkeiten hat, um für überraschende Ideen im Angriffsspiel zu sorgen, ist unstrittig. Ob er aber auch die körperliche Voraussetzung für das laufintensive Spiel mitbringt, das wird man abwarten müssen. In der Partie gegen die Berliner wirkte er nach 30 Minuten ein bisschen müde.

Doch vorerst dürfte Schlaudraff, der mit Huszti immer wieder die Seiten wechselte, um dann mit dem starken Fuß gefährlich nach innen ziehen zu können, auf dem Weg zum Platz in der Startelf sein. Das gilt auch für Diouf und Rudnevs. Die beiden Stürmer ähneln sich zwar von ihrer Spielweise, doch mit ihrer gradlinigen Art und ihrem Tempo könnten sie für die Gegner zum Problem werden - wenn es ihre Mitspieler schaffen, den Ball hinter die Abwehrreihe zu bekommen.

Am Dienstag übten die „Roten“ das am Vormittag noch ohne Gegenspieler, nachmittags dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Aber schon morgen (20 Uhr) dürfte man klarer sehen. Dann steht der schwere Test gegen den türkischen Spitzenreiter Fenerbahce Istanbul an.

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