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"Ruhe in Frieden, Niklas"

Trauer um verstorbenen Nachwuchspieler "Ruhe in Frieden, Niklas"

Das vorerst letzte Bundesliga-Heimspiel von Hannover 96 war ein besonderes - in mehrfacher Hinsicht. Vor dem Spiel nahmen Mannschaften, Offizielle und Zuschauer Abschied von Nachwuchsspieler Niklas Feierabend, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.

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Trauer im Stadion: Alle Spieler, Trainer und Betreuer tragen ein Trikot mit der Nummer 36 zum Gedenken an den verstorbenen Niklas Feierabend.

Quelle: Petrow

Hannover. Es war ein bewegender, sehr emotionaler Moment vor dem Anpfiff. Die Mannschaften von Hannover 96 und 1899 Hoffenheim standen auf dem Platz, um dem bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten 96-Jungprofi Niklas Feierabend zu gedenken. Doch der Stadionsprecher forderte das Publikum nicht zu einer Schweigeminute auf, sondern zu Applaus, „ganz so wie es sich Niklas gewünscht hätte“. 

Und so klatschte zu Ehren Feierabends das komplette Stadion, in dem für eine Minute nur der kräftige Applaus zu hören war, bis Schiedsrichter Wolfgang Stark zum Spielbeginn pfiff. Es war eine ungewöhnliche, starke Geste, die sich die Mannschaft, das erzählte Kapitän Christian Schulz später, ausdrücklich gewünscht hatte.

Hannover 96 gegen TSG 1899 Hoffenheim: Die Minuten vor dem Anpfiff standen im Gedenken an Niklas Feierabend. 

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In der Nordkurve hatten die Anhänger ein großes Transparent aufgehängt, auf dem stand: „Ruhe in Frieden, Niklas.“ Auf der Anzeigetafel war das Porträtbild des 19-Jährigen zu sehen, „Niemals allein“ stand unter dem Bild des jungen Mannes, der vor einer großen Fußballzukunft gestanden hatte. 

Die elf 96-Spieler waren alle in Trikots mit der Nummer 36 aufgelaufen, der Nummer von Feierabend. Am Rande standen das Trainer- und Betreuerteam und die Ersatzspieler, ebenfalls alle mit einem Trikot mit der 36. „Es war sehr emotional. Danach den Dreh hinzubekommen, ist nicht so einfach, aber wir haben das gut umgesetzt“, sagte der gegen Hoffenheim eingewechselte Schulz. Auch Trainer Daniel Stendel, ein Förderer von Feierabend, war „sehr berührt, obwohl ich so kurz vor dem Spiel immer in einem Tunnel bin“.

Sein Trainerkollege Julian Nagelsmann sprach dem Publikum für die Klatschminute „großen Respekt“ aus. „Es ist hart für einen Verein, in wenigen Jahren zwei solcher Schicksalsschläge verarbeiten zu müssen.“ Der damalige 96-Kapitän Robert Enke hatte sich 2009 das Leben genommen. Feierabend war vor einer Woche als Beifahrer bei einem Autounfall gestorben, genau wie ein Freund und eine Freundin von ihm.

Aus der Rolle fielen nur einige Fans in der Nordkurve, die wenige Minuten nach dem Gedenken „Tod und Hass dem BTSV“ skandierten.

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