Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Der kleine Umweg auf dem Weg zum Erfolg

Uffe Bech Der kleine Umweg auf dem Weg zum Erfolg

Frech, mutig und erfolgreich: Uffe Bech begeistert die 96-Fans. Der dänische Neuzugang kommt bei den "Roten" nach ersten Anlaufschwierigkeiten immer besser ins Spiel. Er bereitete gegen Ingolstadt nicht nur zwei Tore vor, sondern erzielte eins auch noch selbst.

Voriger Artikel
Andreasen überzeugt im offensiven Mittelfeld
Nächster Artikel
Sieg macht 96 für Transfers attraktiver

Der perfekte Abschluss: Uffe Bech feiert sein Tor zum 4:0, seinen ersten Bundesligatreffer für die „Roten“.

Quelle: Team zur Nieden

Hannover. Natürlich wollten alle die Geschichte von seinem Jubeltanz mit anschließenden Kung-Fu-Tritten gegen die Eckfahne nach seinem Tor zum 4:0 hören. Und Uffe Bech erzählte sie bereitwillig, denn er war bester Laune. „Das habe ich unseren Physios versprochen", sagte der 96-Profi, der beim Training am vergangenen Dienstag einen herben Schlag gegen den Knöchel bekommen hatte und wohl selbst nicht damit gerechnet hatte, dass er gegen Ingolstadt spielen kann. „Als sie meinen Knöchel gesehen haben sagten sie, dass nur 
Bruce Lee und ich es schaffen würden, mit so einem Knöchel zu spielen. Da habe ich gesagt: ,Wenn ihr den Knöchel bis zum Spiel hinkriegt und ich ein Tor schieße, dann werde ich den Treffer feiern wie Bruce Lee.'"

Mit einem 4:0 siegten die "Roten" am Sonnabend gegen den FC Ingolstadt.

Zur Bildergalerie

Der Jubel als Dank für die 96-Physiotherapeuten war nicht das einzige Versprechen, das Bech beim Sieg gegen Ingolstadt einlöste. Bei der 1:2-Niederlage in Mönchengladbach hatte der 22-Jährige gut gespielt, aber auch zwei große Chancen versiebt. Gegen Ingolstadt wollte er es nun unbedingt besser machen. Und das gelang ihm eindrucksvoll. Als der 96-Profi in der 85. Minute allein auf FC-Torwart Ramazan Özcan zulief, überlegte er nicht lange und schoss den Ball aus 13 Metern ins lange Eck. In Gladbach hatte Bech zweimal die falsche Entscheidung getroffen, gegen Ingolstadt machte er jetzt alles richtig und freute sich über „mein erstes Bundes
ligagoal“.

„Heute ist ein sehr, sehr schöner Tag“, sagte der Offensivspieler, der gegen den Aufsteiger eine ganz starke Leistung zeigte. Der Däne traute sich etwas zu, suchte immer wieder die direkten Duelle, die er fast immer gewann. Er war ein ständiger Unruhestifter und bereitete die beiden Tore zum 2:0 durch Leon Andreasen und zum 3:0 durch Kenan Karaman mit vor. Und als er dann selbst traf, war an der Lautstärke des Beifalls der Zuschauer zu erkennen, wie sehr sie ihm dieses Tor gönnten. Frech, mutig und erfolgreich: Bech hat das Zeug, in Hannover zum neuen Publikumsliebling zu werden.

Eine rasante Entwicklung, die vor zwei Monaten kaum einer für möglich gehalten hatte. Mitte September war der dänische Nationalspieler aus disziplinarischen Gründen bei den Profis suspendiert worden und musste drei Wochen bei der Bundesligareserve der „Roten“ verbringen. Geschadet scheint ihm diese Zeit nicht zu haben. „Uffe ist in einer guten Verfassung wiedergekommen. Ich traue ihm noch viel zu“, sagte 96-Trainer Michael Frontzeck. Beim Sieg in Hamburg war Bech wieder dabei, überzeugte Frontzeck und hat sich seitdem einen Stammplatz erkämpft.

Dass die Zeit bei den 96-Amateuren nicht verschenkt war, macht auch eine Szene deutlich, die sich nach dem Abpfiff in der Mixed-Zone abspielte. Bech stand schon für die Interviews bereit und wollte gerade loslegen, als er Michael Krüger sah. Der 22-Jährige ließ die Journalisten stehen, ging zum U23-Trainer und drückte ihn ausgiebig. „Er hat gesagt, dass er sich sehr für mich freut. Ich habe während der Zeit in der 2. Mannschaft viel mit ihm gesprochen. Er hat mir Mut gemacht und gesagt, dass meine Chance kommen wird, wenn ich hart arbeite“, sagte Bech. Es muss ja nicht immer der direkte Weg sein, der zum Erfolg führt. Manchmal kann auch ein kleiner Umweg nicht schaden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Mögliche Wechsel
Foto: Kann seinen Verein nun besser bewerben: 96-Geschäftsführer Martin Bader.

Langsam kehrt bei vielen 96-Fans die Hoffnung zurück. Der Sieg gegen Ingolstadt war ein Lebenszeichen, das die Arbeit für Frontzeck, aber auch für Martin Bader leichter macht - beispielsweise dabei, neuen Spielern einen Wechsel nach Hannover schmackhaft zu machen.

mehr
Mehr aus Hannover 96
Hannover 96 trainiert am 08. Dezember 2016

Hannover 96 trainierte am 08. Dezember 2016 in der Vorbereitung auf das bevorstehende Spiel gegen den VfB Stuttgart

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr