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Unnötiger Druck für Hannover 96 in Heimspielen
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In der Endlosschleife Unnötiger Druck für Hannover 96 in Heimspielen

Was sich die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka im eigenen Stadion erarbeitet, das setzt sie auswärts in schöner Regelmäßigkeit wieder in den Sand. So ist der Druck auch vor der Heimpartie gegen 1899 Hoffenheim am kommenden Sonnabend wieder groß, nachdem es in Bremen die fünfte Niederlage in einem fremden Stadion in Folge gegeben hat.

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Verschnupft: Die 96-Profis Christian Pander (links) und Jan Schlaudraff.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. Jetzt müssen sie es im Heimspiel geraderücken. Wie schon gegen Wolfsburg, gegen Leverkusen und Fürth. Mit den „Roten“ aus Hannover ist es ein bisschen wie in der kultigen Filmkomödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in der es für Bill Murray nach jedem Tag heißt: Alles wieder von Anfang an. So ist es auch mit dem Team von Hannover 96 in dieser Bundesligasaison: Was sich die „Roten“ im eigenen Stadion aufbauen, schenken sie auswärts wieder her, einer beeindruckenden Vorstellung folgt meistens wie auch am Freitagabend beim 0:2 gegen Werder Bremen ein schwacher und erfolgloser Auftritt. Es geht einfach nicht voran, die „Roten“ in der Endlosschleife.

Es ist schon ein bisschen her, dass 96 zwei Spiele in Folge gewonnen hat: Am 10.Spieltag gab es ein 2:0 gegen Augsburg, eine Woche später siegten die „Roten“ in Stuttgart mit 4:2. Danach ging es im Zickzackkurs auf und ab, folgten in schöner Regelmäßigkeit gute Zeiten, schlechte Zeiten. „Nach Auswärtsspielen stehen wir im Heimspiel immer unter Druck, müssen wir immer etwas machen, um den Kontakt zu halten“, sagt 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke nach der Niederlage in Bremen. Dass die „Roten“ immer noch alle Möglichkeiten haben, zum dritten Mal in Folge den Zug in Richtung Europa League zu erreichen, verdanken sie auch der schwächelnden Konkurrenz: Keine Mannschaft zog nach dem 20. Spieltag an 96 vorbei, der Abstand zu Mainz 05 auf Rang 5 beträgt gerade einmal vier Zähler. Mit einer kleinen Serie - zum Beispiel zwei Siege und ein Unentschieden aus den nächsten drei Spielen - wären die „Roten“ wieder ganz dick dabei im Kampf um das internationalen Geschäft.

Momentan sieht es jedoch nicht danach aus, dass der Mannschaft von Trainer Mirko Slomka so ein Ausbruch gelingen kann. Dafür ist das Team viel zu sehr mit den eigenen Problemen beschäftigt - und davon gibt es eine ganze Menge. Man muss auf Statistiken nicht allzu großen Wert legen, doch wenn eine Mannschaft dem Gegner 32 Torschüsse gestattet, so wie 96 den Bremern, dann liegt einiges im Argen. Es wäre jedoch zu einfach, die Schuld nur in der Defensive zu suchen, wenngleich so ein individueller Patzer wie der von Christian Pander beim späten 1:0 durch Nils Petersen einem so erfahrenen Profi nicht passieren darf. „Das ist nicht allein das Problem der Abwehrspieler, nicht das Ding von drei oder vier Leuten“, sagte Schmadtke. Die Mannschaft, so die Erkenntnis des Sportdirektors, funktioniere beim Defensivverhalten als „Gesamtverbund“ nicht. „Wir verschieben und attackieren nicht gut genug.“

Genau das war in den vergangenen beiden erfolgreichen Spielzeiten - mit einigen Abstrichen - die Stärke der „Roten“, der Grund, warum es für jeden Gegner verdammt schwer war, diese Einheit zu knacken. Da muss 96 ganz schnell wieder hinkommen. Am besten schon am Sonnabend im Heimspiel gegen Hoffenheim. Und dann endlich raus aus dieser blöden Endlosschleife.

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