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96-Ultras wurden zu Recht eingesperrt

Urteil 96-Ultras wurden zu Recht eingesperrt

Zwei Männer und eine Frau müssen einen Teil der Kosten eines Polizeieinsatzes bezahlen. Nach Ansicht der Polizei zählen sie zur Ultra-Szene von Hannover 96 und wollten sich offenbar an einer Massenschlägerei mit Anhängern von Eintracht Braunschweig beteiligen. Eine Klage der drei wurde damit zurückgewiesen.

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170 Festnahmen gab es am 4. November 2016: In Hildesheim hatten sich Fans von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig zu einer Massenschlägerei verabredet.

Quelle: dpa

Hannover . Die 10. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover wies eine Klage der drei 96-Fans gegen die Polizeibehörde zurück. Demnach müssen sie jeweils 95 Euro zahlen: 45 Euro für den Transport von einem Baumarkt-Parkplatz in Hildesheim zur Polizeidirektion Hannover sowie 50 Euro für ihren 46 Stunden währenden Aufenthalt in einer Gewahrsamszelle in der Waterloostraße.

Zwar rechtfertige das Bevorstehen von Straftaten aus einer Gruppe heraus nicht generell, jedes Gruppenmitglied in Gewahrsam nehmen zu dürfen, urteilte das Verwaltungsgericht. Das sei jedoch anders zu beurteilen, wenn es Anhaltspunkte für einen kollektiven Vorsatz gebe. Hier sei dies der Fall gewesen, denn die Hooligans und Ultras aus Hannover seien bekanntermaßen den Gruppierungen zuzurechnen, die Konflikte mit anderen Hooligans und Ultras gerne mit Gewalt austragen. Die Polizei hatte am 4. November 2016 auf dem Parkplatz insgesamt 170 Personen festgesetzt.

Die Polizei hat am Abend des 4. Novembers 2016 eine verabredete Hooligan-Auseinandersetzung zwischen Anhängern der Fußballvereine Hannover 96 und Eintracht Braunschweig verhindert. 

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Die Aufenthaltsbedingungen in den hannoverschen Gewahrsamszellen, so das Gericht, seien rechtlich nicht zu beanstanden. Ein Ortstermin habe eine von den Klägern behauptete menschenrechtswidrige Unterbringung nicht bestätigt. Die Zellen seien hinreichend belüftet und mit Brandschutzvorrichtungen sowie Matratzen versehen. Auch sei die Zellengröße mit rund vier Quadratmetern ausreichend bemessen. Außerdem hätten die Kläger die Möglichkeit gehabt, über den Zellengang zu anderen in Gewahrsam genommenen Personen Kontakt zu halten.

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