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Utz Claassen tritt als "König von Mallorca" zurück

Ex-Hannover-96-Chef Utz Claassen tritt als "König von Mallorca" zurück

Der frühere Hannover-96-Chef Utz Claassen tritt als Präsident des spanischen Fußball-Clubs RCD Mallorca zurück. Das teilte der Verein am Sonnabend auf seiner Webseite mit. Claassen sieht seine Aufgabe durch den Klassenerhalt des Zweitligisten als erfüllt an und begründet den Ausstieg mit dem Plan, sich in anderen Bereichen zu engagieren.

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Utz Claassen

Quelle: Küstner/Archiv

Palma de Mallorca. In einem offenen Brief an Fans und Vereinsmitglieder kündigt Claassen seinen Rücktritt als Präsident zum 30. Juni an. Er wolle aber weiterhin Gesellschafter und Geschäftsführer bleiben. "Meine Bemühungen für das Überleben des Vereins haben mir einen persönlichen finanziellen Verlust von drei bis fünf Millionen Euro eingebracht. Zudem hatte ich den Betrag von zehn Millionen Euro als Garantie für das Zusammenstellen eines Teams für die Saison 2015/2016 zur Verfügung gestellt. Ich denke, dieses Opfer ist ausreichender Beweis für mein Engagement und die Treue zu unserer Institution", teilt Claassen mit. 

Der Verein sei mittlerweile finanziell und institutionell abgesichert, so Claassen weiter. Dazu trage der Einstieg der US-Investorengruppe ACQ bei, die aus dem Bereich der nordamerikanischen Profi-Basketball-Liga NBA kommt und laut Claassen 20 Millionen Euro in den Verein RCD Mallorca investiert habe.

In Zukunft wolle sich Claassen anderen Bereichen widmen: er nennt wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufgaben in Bereichen biomedizinischer Technik, Finanzen sowie Digitalisierung und Energie. Konkrete Projekte nennt Claassen nicht.

Utz Claassen war im Jahr 1997 rund zweieinhalb Monate Präsident des damaligen Regionalligisten Hannover 96. Sein Plan zur Sanierung des Vereins und insbesondere die Entlassung des Managers Franz Gerber stießen damals auf großen Widerstand im Verein und brachten ihm den Unmut vieler Fans ein. Im November 2010 stieg Claassen dann als Investor bei RCD Mallorca ein mit dem Ziel, den Club zu einer europaweiten Marke zu entwickeln. Nachdem er sich 2012 eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Vereinsvorstand geliefert hatte, galt das Verhältnis zwischen Claassen und den übrigen Mitgliedern der Vereinsführung als belastet. Nach der Übernahme weiterer Vereinsanteile wurde Claassen Ende 2014 Präsident des Vereins.

mic 

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