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Für Anton stimmt jetzt die Balance bei 96

Abwehrspieler Für Anton stimmt jetzt die Balance bei 96

Die Karriere von Waldemar Anton ist seit März auf der Beschleunigungsspur. Nach den jüngsten beiden Siegen blickt er zuversichtlich auf das Team von Hannover 96: Die "Roten" haben die richtige Balance gefunden, meint Anton, der unbedingt zurück in die Bundesliga will.

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In der Innenverteidigung überzeugt 96-Profi Waldemar Anton mit starken Leistungen.

Quelle: imago sportfotodienst

Hannover. Das kleine weiße Pflaster unter dem rechten Auge hat Waldemar Anton schon seit fast zwei Wochen. Die Risswunde darunter ist ein Andenken an das Spiel bei Arminia Bielefeld, in dem der Profi von  Hannover 96 mit einem Gegenspieler zusammengeprallt war. „Ach das“, sagt Anton und lächelt, wobei sich das Pflaster ein paar Millimeter nach oben zieht. Der 20-Jährige kann einstecken, das hat er längst bewiesen. Und das Lächeln kommt auch nicht von ungefähr.

Die Zweitligapartie am Sonnabend in der HDI-Arena gegen den FC St. Pauli (13 Uhr) wird für Anton erst das 19. Pflichtspiel als 96-Profi sein, gefühlt ist er jedoch schon seit Jahren Stammkraft in der Abwehrzentrale. Für Daniel Stendel, der den Nachwuchsspieler schon in der Jugend trainierte, ist der Profi mit der Rückennummer 31 einer, auf den sich der 96-Trainer verlassen kann. Fast scheint es so, als seien Anton die Patzer, die einem jungen Spieler zu Beginn nun einmal unterlaufen, allesamt bei seiner Premiere Ende März, damals noch unter Trainer Thomas Schaaf, bereits gegen Eintracht Frankfurt passiert. „Er geht mit Leistung voran, spielt sehr stabil. Das ist das, was ich mir von ihm verspreche und was ich von ihm auch kenne“, sagt Stendel.

Bundesligadebüt als 19-Jähriger, im Mai die langfristige Vertragsverlängerung, in einer stark besetzten Mannschaft Stammspieler, Anfang September Premiere bei der deutschen U21-Auswahl: Das Tempo, mit dem die Karriere von Anton seit ein paar Monaten vorangeht, ist rasant. „Klar ging das schnell, es hat aber auch schon schwierige Zeiten gegeben. Zeiten, in denen ich etwas ungeduldig war, weil ich zwar dabei war, aber nie gespielt habe. In solchen Situationen darf man sich keinen Stress machen, sonst verkrampft man“, sagt der Verteidiger.

Stress hatte Anton zu Saisonbeginn nur dann, wenn die gegnerischen Stürmer wieder einmal in Überzahl auf ihn zugelaufen kamen und auch er sich von der Nervosität im Team anstecken ließ. Doch das hat sich in den vergangenen Spielen geändert, gegen den Karlsruher SC und 1860 München ließ die Defensive der „Roten“ kaum Chancen zu. Die Null stand - auch dank Anton. „Die einzige Erklärung dafür ist, dass wir Zeit gebraucht haben, um die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Jetzt haben wir das im Griff“, sagt Anton. Zu tun gibt es beim Aufstiegsfavoriten jedoch noch einiges. Im Vergleich zum Saisonstart ist den 96-Stürmern zuletzt die Treffsicherheit und Effektivität abhandengekommen. „Wir müssen wieder die Hundertprozentigen machen. Auch in München hätten wir das Spiel deutlich früher entscheiden können. Daran arbeiten wir jeden Tag im Training.“

Gegen St. Pauli können die 96-Profis zeigen, ob sich das tägliche Üben bezahlt macht. Ganz besonders freut sich Anton auf die Stimmung im Stadion. „Die Fans ziehen sehr gut mit, sie haben uns bislang immer super unterstützt“, sagt der 20-Jährige. Drei weitere Punkte würden die „Roten“ ihrem großen Ziel wieder ein Stück näher bringen - und auch Anton: „In der Bundesliga zu spielen, das war mein Kindheitstraum. Das ist der Grund, warum ich da wieder hoch will. Auch um den Fans zu zeigen, dass wir es schaffen können.“

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Analyse

Hannover 96 kam spät, aber gewaltig: In der 75. Minute sorgte Kenan Karaman, der eigentlich ausgewechselt werden sollte, im Fußball-Zweitligaspiel gegen den FC St. Pauli für das sehnsüchtig erwartete 1:0, in der 90. Minute gelang Felix Klaus der Treffer zum 2:0-Endstand.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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