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Warum Hoffmann bei 96 keine große Rolle spielt

Mittelfeldspieler Warum Hoffmann bei 96 keine große Rolle spielt

Ignoriert und aussortiert: Für Andre Hoffmann reichte es in der vergangenen Saison nur zu acht Einsätzen, die meiste Zeit verbrachte der 96-Profi auf der Ersatzbank oder der Tribüne. Auch bei Stendel ist er nur 2. Wahl.

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Eher selten auf dem Platz: Andre Hoffmann.

Quelle: dpa

Hannover. Er ist erst 23 Jahre alt, hat von der U16 bis zur U21 alle Auswahlteams des Deutschen Fußball-Bundes durchlaufen, ist vielseitig einsetzbar und hat sein Können in der Bundesliga schon mehrfach bewiesen. Die Vita von 96-Profi Andre Hoffmann beeindruckt nicht nur, sie passt auch perfekt ins Anforderungsprofil für den Neustart von Hannover 96 in der 2. Liga.

Und doch scheint etwas mit Hoffmann und den „Roten“ nicht zu passen: In der vergangenen Saison kam der Profi unter drei Trainern nicht richtig zum Zug und verbrachte die meiste Zeit auf der Ersatzbank oder der Tribüne. Ob er seinen bis 2018 laufenden Vertrag bei den „Roten“ erfüllt oder noch in diesem Sommer zu einem anderen Verein wechselt, ist nicht die einzige offene Frage beim Rätsel um Hoffmann.

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Im Januar während des Trainingslagers in Belek blühte der Defensivspieler auf. Mit dem Trainerwechsel von Michael Frontzeck zu Thomas Schaaf hatte sich für Hoffmann alles geändert. Statt der Perspektivlosigkeit bei Frontzeck gab es nach langer Leidenszeit unter dem neuen 96-Coach Schaaf anscheinend wieder eine Zukunft für ihn. „Jeder fängt wieder bei null an und kann sich präsentieren. Ich bin absolut fit und kann der Mannschaft sofort helfen”, sagte Hoffmann damals. Und er überzeugte Schaaf, schaffte den Sprung in die Startelf und bot in den ersten Rückrundenspielen im defensiven Mittelfeld auch gute Leistungen. Nach sieben Partien musste Hoffmann jedoch wieder auf die Ersatzbank, und auch unter Trainer Daniel Stendel, der Schaaf Anfang April ablöste, spielte er keine Rolle mehr. Ein zweiminütiger Einsatz gegen Borussia Mönchengladbach, das war’s.

„Der Knackpunkt war das Spiel in Berlin“

Von Frontzeck ignoriert, bei Schaaf aussortiert und bei Stendel nur 2. Wahl: Das ist für einen Spieler, dessen Qualität unbestritten ist, eine ungewöhnlich negative Bilanz. Zumindest die Entscheidung von Stendel, auf Hoffmann zu verzichten, sei leicht zu erklären, meint Martin Bader. „Der Knackpunkt war das Spiel in Berlin, da war er nicht dabei“, sagt der 96-Geschäftsführer. Der neue 96-Coach habe im defensiven Mittelfeld auf Manuel Schmiedebach und Waldemar Anton gesetzt und in der Innenverteidigung Salif Sané und Alexander Milosevic den Vorzug gegeben, sagt Bader: „Daniel hat auf andere Spieler gesetzt. Das ist nicht ungewöhnlich, Oliver Sorg hat gegen Hoffenheim ja auch den Kürzeren gegenüber Flynn Arkenberg gezogen.“

Für Hoffmann blieb wieder nur die Ersatzbank und damit der Platz, auf dem die Unzufriedenheit von Minute zu Minute wächst. Kein Wunder, dass sein Name weit oben auf der Liste der Spieler steht, die 96 gerne verlassen würden. Doch die Ausstiegsklausel des 23-Jährigen, die es ihm ermöglichte, für eine Ablösesumme von 2 Millionen Euro die „Roten“ zu verlassen, ist mittlerweile verstrichen. „Andre hat bei 96 einen ganz normalen Vertrag für die 2. Liga“, sagt Bader, es gebe auch von anderen Clubs weder Signale noch ein Angebot für den Defensivspieler.

Bleibt Hoffmann ein „Roter“ oder sucht er bei einem anderen Club (und Trainer) sein Glück? Das Rätselraten geht weiter.

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