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Warum Hannover 96 gegen Sevilla nicht chancenlos ist

Aus guten Gründen Warum Hannover 96 gegen Sevilla nicht chancenlos ist

Nur noch drei Tage, dann wird das Play-off-Hinspiel in der Europa League gegen den FC Sevilla in der AWD-Arena angepfiffen. Auch wenn diese Mannschaft gegen die „Roten“ einige Asse aufs Feld schicken kann: Es gibt gleich mehrere gute Gründe, warum die Hannoveraner sich in diesem Duell etwas ausrechnen können.

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96-Trainer Mirko Slomka sieht vor dem Spiel gegen den FC Sevilla durchaus Vorteile für seine Mannschaft.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Nach einer knappen Stunde war am Montagvormittag für die meisten bereits Schluss auf dem Trainingsplatz. Noch schnell hier und da ein Autogramm schreiben, nachdem zwei bunt gemischte Elferteams sich eine laufintensive Begegnung geliefert hatten, dann ab in Richtung Stadion und gleich weiter in den Kraftraum. Der Arbeitstag für die meisten Fußballprofis von Hannover 96 fällt in dieser Woche kürzer aus als sonst, und der Grund ist naheliegend: Nur noch zwei Tage, dann wird das Play-off-Hinspiel in der Europa League gegen den FC Sevilla in der AWD-Arena angepfiffen (20.30 Uhr, die Partie ist ausverkauft) – und da es nach dem Bundesligaspiel vorigen Sonnabend in Nürnberg kommenden Sonntag in Hannover gegen Hertha BSC Berlin schon wieder um Bundesligapunkte geht, heißt es, die Kräfte gut einzuteilen. Trainingspensum runter, dafür aber intensive Einheiten: So lautet das aktuelle Motto von Trainer Mirko Slomka.

Man könnte dazu auch sagen: kurz und knackig – um es am Donnerstag dann richtig krachen zu lassen. „Wir wollen unbedingt in die Gruppenphase der Europa League“, hat Slomka am Montag bekräftigt. Und für dieses Ziel lässt 96 nichts unversucht, ohne dabei jedoch zu überdrehen. Das gilt auch außerhalb des eigenen Trainingsplatzes.

„Die Roten" bereiten sich mit kurzen Trainingseinheiten auf das Europa-League-Spiel gegen den FC Sevilla vor. Das Spiel wird am 25. August in Spanien ausgetragen. Es ist nach 19 Jahren das erste Spiel in einem internationalen Wettbewerb.

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Um einen frischen Eindruck vom Fünften der spanischen Meisterschaft zu bekommen, war ein Mitarbeiter der „Roten“ am Sonntag extra nach La Coruña gereist, wo der FC Sevilla den letzten Test vor dem Play-off absolvierte. Die DVD, die 96-Scout Philipp Schwaab vom 1:1 nach 90 Minuten vorlegen kann, lässt allerdings nur bedingt Rückschlüsse darauf zu, worauf sich das hannoversche Team am Donnerstagabend gefasst machen muss. Von der zu erwartenden Stammformation des andalusischen Klubs seien nur fünf Spieler dabei gewesen, sagt Slomka; um einiges aufschlussreicher sei da die Aufzeichnung vom 2:1 Sevillas beim SSC Neapel die Woche zuvor. „Die Mannschaft ist mit großen Namen gespickt, und sie ist klasse“, sagt der 96-Coach. „Aber in zwei Spielen gibt es immer eine Chance.“

Auch wenn der FC Sevilla gegen 96 Asse wie Frederic Kanouté, Alvaro Negredo, Jesus Navas, Diego Perotti, Fernando Navarro oder den früheren Hamburger Profi Piotr Trochowski aufs Feld schicken kann: Es gibt gleich mehrere gute Gründe, warum die Hannoveraner sich in diesem Duell etwas ausrechnen können.

Die Spielpraxis: 96 hat, das Pokalspiel gegen Anker Wismar eingerechnet, bereits drei Pflichtspiele absolviert. Der FC Sevilla übt derweil noch „in Freundschaft“; los geht es in der spanischen Meisterschaft erst kommenden Sonntag mit dem Stadtderby gegen Betis. „Spielrhythmus bekommt man erst durch Pflichtspiele“, sagt Slomka; dazu gehöre auch der Umgang mit Drucksituationen. 96 ist in dieser Hinsicht aktuell weiter – und mit drei Siegen in drei Spielen auch psychologisch gut gerüstet.

Der Heimvorteil: Dass 96 zunächst in der AWD-Arena spielt und erst die Woche drauf in Sevilla, erachtet mancher als einen Nachteil. Slomka ist froh über diese Konstellation: Mit den vielen Fans im Rücken könne sein Team vorlegen. „Und wir sind auch auswärts in der Lage, ein Tor zu schießen und zu gewinnen“, sagt der 96-Trainer, der als Coach des FC Schalke selbst schon Europapokalerfahrungen mit dem FC Sevilla einbringen kann.

Die Außenseiterrolle: In Sevilla werden sie bei der Auslosung zum Play-off wahrscheinlich erst einmal ins Grübeln gekommen sein: Hannover 96, was ist das denn für eine Mannschaft? Immerhin konnten dann Piotr Trochowski (spielte für den Hamburger SV), Ivan Rakitic (Schalke 04) und Arouna Koné (war an die „Roten“ ausgeliehen) für Aufklärung sorgen. Trotzdem: Wenn ein Team wie das aus Hannover 19 Jahre in keinem internationalen Wettbewerb vertreten war, dann könnte sich ein zweimaliger UEFA-Cup-Sieger (2006, 2007) schon für etwas Besseres halten. 96 und seine Anhänger wiederum, das ist in den vergangenen Tagen deutlich geworden, sehnen die beiden Vergleiche regelrecht herbei, um auch international ins Rampenlicht zu treten.

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