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So soll Sarenren-Bazee 96 zum Sieg führen

Startelf-Comeback des Youngsters So soll Sarenren-Bazee 96 zum Sieg führen

Er ist schnell, technisch stark - und vor allem ist er wieder fit: Mit seiner besonderen Qualität ist Noah-Joel Sarenren-Bazee für Hannover 96 wichtig. Erzgebirge Aue soll das am Sonnabend zu spüren bekommen.

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Zurück in der Startelf? Noah-Joel Sarenren-Bazee soll Sonnabend wieder von Beginn an loslegen. 

Quelle: Maike Lobback

Hannover. Sebastian Hertner muss schon verdammt schnell sein. Wenn nicht, dann könnte es ein schlimmer Sonnabendmittag für ihn werden. Einer, den er nicht so bald vergessen wird. Sie kennen Sebastian Hertner nicht? Nun, der 25-Jährige wird heute vermutlich Linksverteidiger bei Erzgebirge Aue spielen; und sein Gegenspieler in der HDI-Arena dürfte dann Noah-Joel Sarenren-Bazee heißen - und der ist wahnsinnig schnell. Vielleicht nicht der schnellste Hannoveraner, aber mit Abstand der schnellste 96-Profi.

Mit welcher Geschwindigkeit der 20-Jährige unterwegs ist, davon konnte sich in der Schlussphase der vergangenen Saison auch so manch gestandener Erstliga-Verteidiger überzeugen. Dass in Hannover im Zusammenhang mit Sarenren-Bazee stets auch der Begriff „Rakete“ fällt, können Schalkes Sead Kolasinac, Gladbachs Oscar Wendt oder Herthas Marvin Plattenhardt bestens nachvollziehen.

Schnell ist der junge Offensivspieler auch anderswo: Trotz gerade einmal fünf Bundesligaspielen und einem Kurzeinsatz in der 2. Liga (beim 3:1 gegen die Würzburger Kickers) ist der Marktwert des 96-Talents von 50 000 laut transfermarkt.de auf aktuell 600 000 Euro gestiegen. Und er wird, wenn Sarenren-Bazee fit bleibt, mit Sicherheit weiter und weiter klettern. Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht und St. Paulis Ewald Lienen halten ihn für eines der größten Talente im deutschen Fußball.

Am Sonnabendmittag bekommen die 96-Fans ihren Liebling, der noch ohne Profitreffer ist, erstmals in dieser Saison von Anfang an in der Arena am Maschsee zu sehen. Zwar grübelt Cheftrainer Daniel Stendel noch, ob er Sarenren-Bazee oder Niclas Füllkrug aufstellt, aber die Tendenz geht eindeutig in Richtung des pfeilschnellen Außen. „Noah ist auf einem guten Weg, vielleicht schon mal anfangen zu können“, sagte Stendel. Das ist mit Sicherheit mehr als nur eine angedeutete Aussicht auf einen Startplatz.

Bereit für die Startelf

Zuletzt hatte es vor den Spielen meist geheißen, dass Sarenren-Bazee noch Zeit brauche, Minuten über Kurzeinsätze sammeln solle. Nach einer Hüftoperation im Sommer hatte er sich in monatelanger mühevoller Arbeit auf ein Comeback vorbereitet. Am vergangenen Freitag hatte ihn Stendel dann im Test gegen Carl Zeiss Jena (4:0) komplette 90 Minuten durchspielen lassen. Speziell in der ersten Halbzeit hat das Talent gezeigt, was in ihm steckt. Mit lang angezogenen Sprints über die rechte Seite sorgte er immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Abwehr. Er bereitete so ein Tor klasse vor, schoss dann ein weiteres selbst. „Zum Schluss fehlten ihm ein paar Körner“, hatte sein Trainer da erkannt.

Jetzt hat Sarenren-Bazee eine weitere harte Trainingswoche in den Beinen - und scheint bereit für die Anfangself. Füllkrug, der gegen Jena doppelt traf und damit seine Torflaute beendet hatte, wird sich also aller Voraussicht nach weiter in seiner Jokerrolle gedulden müssen.

Sarenren-Bazee dürfte Samstag Aues Hertner des Öfteren entwischen; sein Club aber will ihn nicht aus den Fängen lassen. Der 20-Jährige hat seinen Vertrag zwar erst im März bis 2019 verlängert, aber 96 möchte ihn laut „Bild“-Zeitung mindestens bis 2021 an sich binden. „Im März war nicht absehbar, dass der Junge so durch die Decke geht“, sagte 96-Geschäftsführer Martin Bader. Erste Gespräche mit Spielerberater Jan Schlaudraff, dem ehemaligen 96-Profi, gab es bereits. Weitere sollen schon bald folgen. Hannover 96 weiß schließlich, was es an seiner „Rakete“ hat. Für die „Roten“ wäre es herrlich, wenn es Sarenren-Bazee mit seiner Vertragsverlängerung ähnlich eilig hätte wie auf dem Platz.

Wechselabsichten bei Marius Wolf?

Marius Wolf steht auch Sonnabend nicht im Kader der Profis für die Partie gegen Aue. Gut möglich ist, dass er in der Rückrunde gegen die „Roten“ spielen wird - der TSV 1860 München liebäugelt damit, den Außenstürmer zurückzuholen. Wolf war in der vergangenen Winterpause nach Hannover gekommen, konnte sich bei 96 aber nicht durchsetzen. Da 96 Interesse am Münchner Linksverteidiger Maximilian Wittek nachgesagt wird, könnte auch ein Tauschgeschäft infrage kommen.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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