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Wer gibt den 96-Fans eine Stimme?

Wahl zum Fanbeirat Wer gibt den 96-Fans eine Stimme?

Am Sonnabend wird der Fanbeirat von Hannover 96 gewählt. Die zehn Kandidaten wollen nicht nur meckern, sondern im Umfeld der "Roten" auch etwas bewegen. Mit dem Club, nicht gegen ihn. Wie groß der Einfluss des Beirats sein wird, darüber gibt es vor der Wahl allerdings geteilte Meinungen.

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96 und die Fans, das war zuletzt oft eine schwierige Beziehung.

Quelle: Maike Lobback

Hannover. Eng verbunden mit Hannover 96 sind sie alle. Auf unterschiedliche Art, manch einer länger als der andere, doch das spielt keine Rolle. Gemeinsam haben alle zehn Kandidaten, die sich am Mittwochabend in der HDI-Arena für einen Platz im 96-Fanbeirat beworben und vorgestellt haben, auch den Wunsch, etwas zu bewegen. Sich einzubringen, zu verändern, anzuschieben. Mit dem Club, nicht gegen ihn. „Ich möchte kritische Fragen stellen. Und mir ist wichtig, ein Ohr für alle Leute zu haben, die im Stadion sind und die Mannschaft unterstützen. Ich sehe den Fanbeirat als große Chance, damit sich so etwas wie in der vergangenen Saison nicht wiederholt“, sagte Benjamin.

Die Gründe, warum der 31-Jährige und die anderen neun Kandidaten, die alle aus den unterschiedlichen Fan-Gruppierungen von Hannover 96 kommen, im Fanbeirat mitarbeiten wollen, sind vielschichtig, ambitioniert und durchweg konstruktiv. Sie zeigten sich am Mittwochabend offen für vieles, verschlossen blieben sie nur, als es um ihre Nachnamen ging. Vorname und Alter, mehr Persönliches wollten Jannis (31 Jahre), Arne (31), Lasse (30), Rolf-Uwe (48), Anja (46), Benjamin (31), Silvia (25), Ralf (49), Stephan (30) und David (29) an diesem Abend nicht von sich preisgeben. Darauf hatten sich die Kandidaten vor der Vorstellung verständigt.

"Ich glaube nicht, dass der Fanbeirat Einfluss haben wird"

„Ich wünsche allen Mitgliedern des Fanbeirats viel Kraft und Erfolg. Und dass man miteinander spricht, bevor man aufeinander schießt“, sagte Andreas Hüttl, der bei der 96-Mitgliederversammlung im April die Gründung eines Fanbeirats vorgeschlagen hatte.

Dass die künftigen Vertreter des neuen Gremiums, denen als Ansprechpartner bei Hannover 96 die Fanbeauftragten Johannes Seidel und Torsten Koar sowie Stadionchef Thorsten Meier zur Verfügung stehen, auch an Grenzen stoßen werden, darüber sind sie sich im Klaren. „Ich glaube nicht, dass der Fanbeirat Einfluss auf Entscheidungen haben wird. Aber ich möchte Anregungen geben und darauf hinweisen, die eine oder andere Entscheidung doch noch einmal zu überdenken“, sagte zum Beispiel Lasse. Zu tun, darüber sind sich alle einig, gibt es für und im Sinne der Fans bei 96 noch reichlich. „Es gibt genügend Baustellen, um die man sich kümmern kann. Aber ich kann nicht immer nur meckern, ich will auch etwas bewegen“, sagte Kandidatin Anja.

Die erste Bewährungsprobe nach der Wahl wird es geben, wenn sich der Fanbeirat eine Satzung und Geschäftsordnung verpasst. Dann wird sich zeigen, wie viel Kompetenz dem Gremium vonseiten 96 eingeräumt wird. Benjamin sieht die Wahl gelassen, selbst wenn er es nicht in den Fanbeirat schaffen sollte. „Ich habe am Sonnabend Geburtstag. Für mich wird es auf jeden Fall ein schöner Tag.“

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