Mit seinen Spötteleien über den VfL und die Stadt, in der der Verein angesiedelt ist, hat sich Sergio Pinto in Wolfsburg wahrlich keine Freunde gemacht. Trainer Steve McClaren, als Engländer ohnehin gentlemanlike eingestellt, sprach sich für mehr Respekt vor dem sportlichen Kontrahenten aus. „Manchmal lassen sich Menschen zu etwas hinreißen“, sagte er. Die „Wolfsburger Allgemeine“ zitierte McClaren mit den Worten: „Kann ich eine Kopie dieses Interviews bekommen, damit ich auch ein Gesicht dazu habe?“
Pinto hatte vor Journalisten unter anderem gesagt, die Tatsache, dass der VfL sechs Spieler nachverpflichtet hat, spreche nicht gerade für ein Konzept oder eine Strategie.
Regelrecht entrüstet über die Aussagen des 96-Profis zeigte sich Wolfsburgs Oberbürgermeister Rolf Schnellecke. „Ich wundere mich über diese Töne aus Hannover“, sagte der 66-Jährige, „und Herrn Pinto spreche ich dieses Urteilsvermögen über unsere Stadt ab. So etwas gehört sich einfach nicht.“ Damit sich der 30-Jährige ein Bild von den schönen Seiten Wolfsburgs machen könne, werde er den Fußballer in seine Heimat- und Geburtsstadt einladen.
Diesem Vorhaben schlossen sich danach einige namhafte Wolfsburger Geschäftsleute an, sie wollen Pinto in der Stadt herumführen. Man darf gespannt sein, ob der Mittelfeldspieler der „Roten“ diese freundlichen Einladungen auch annimmt.
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