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Für diese Spieler wird es 2016 eng

Zittern um Stammplätze Für diese Spieler wird es 2016 eng

Nach dem letzten Bundesligaspiel des Jahres will Hannover 96 den Kader verstärken. Einige Spieler werden um ihren Stammplatz zittern müssen – das Gesicht der Mannschaft wird sich durch Neuzugänge verändern.

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Der Kreis öffnet sich: Von den 96-Spielern, die sich vor dem Spiel gegen Hoffenheim einschworen, wird so mancher in der Rückrunde nicht mehr zur Startelf gehören. Foto: imago

Quelle: imago sportfotodienst

Hannover. Ob Uffe Bech im Heimspiel gegen den FC Bayern München (15.30 Uhr) in der Startelf stehen wird, ließ Michael Frontzeck offen. Der Däne trainierte Donnerstag nach überstandener Rippenentzündung zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft, erst am Tag vor dem Spiel wird der 96-Trainer entscheiden, ob der Offensivspieler für einen Einsatz gegen den Meister fit genug ist. Ausfallen werden auf jeden Fall erneut Artur Sobiech und Oliver Sorg, sodass Frontzeck wohl kaum Veränderungen gegenüber der Anfangself vom Spiel in Hoffenheim vornehmen wird.

Welche Spieler auch immer morgen kurz vor dem Anpfiff den obligatorischen Kreis bilden werden, um sich für die Mammutaufgabe gegen den scheinbar übermächtigen Spitzenreiter einzuschwören, eines scheint gewiss: In dieser Formation werden die „Roten“ in dieser Saison nie wieder auflaufen. Mindestens drei, vielleicht sogar vier neue Spieler will 96 in der Winterpause verpflichten und sich so mit mehr Qualität für den Kampf um den Klassenerhalt rüsten.

Dass es akuten Handlungsbedarf gibt, daran zweifelt schon lange niemand mehr. In den bisherigen 16 Spielen konnte die Mannschaft nur einmal beim 4:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt völlig überzeugen. Zu oft blieb sie zu viel schuldig, zu oft kam sie über gute Ansätze wie etwa bei der Niederlage in Mönchengladbach nicht hinaus. In allen Mannschaftsteilen muss nachgebessert werden, so wird es für ein weiteres Jahr in der Bundesliga nicht reichen. Das haben längst auch die 96-Spieler erkannt, in den vergangenen Tagen machten sich Leon Andreasen und Torwart Ron-Robert Zieler für Neuzugänge stark.

Neue Konkurrenz bedeutet aber auch, dass so mancher 96-Profi, der morgen gegen die Bayern in der ausverkauften Arena spielen wird, beim Rückrundenstart am 23. Januar gegen Darmstadt 98 auf der Bank oder der Tribüne Platz nehmen muss. Und da die „Roten“ gleich auf mehreren Positionen nach Alternativen suchen, müssen auch mehrere 96-Profis um ihren Platz zittern. Ein Überblick.

Die Abwehr

Zu Beginn der Saison verlor 96 viele Punkte durch krasse individuelle Fehler. Das hat sich zwar gebessert, doch die Patzer und Stellungsfehler von Miiko Albornoz (Bild) sind in fast jedem Spiel immer noch haarsträubend. Der linke Verteidiger ist die große Schwachstelle in der 96-Abwehr, was längst auch die Gegner erkannt haben: Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 griffen fast nur über die Albornoz-Seite an. Hier will und muss 96 dringend handeln. Die Probleme in der Abwehrzentrale könnte 96 mit eigenem Personal beseitigen. Speziell Marcelo, der in der Spieleröffnung große Defizite hat und mit drei verursachten Strafstößen ligaweit ganz vorne liegt, ist ein Wackelkandidat. Mit Felipe und Andre Hoffmann stehen zwei Alternativen bereit.

Das Mittelfeld

Im Mittelfeld ist die Offensive das große Problem der „Roten“. Auf der zentralen Position fehlt ein Ersatz für den verletzten Hiroshi Kiyotake, der der Mannschaft wohl frühestens im Februar wieder helfen kann. 96 sucht deshalb dringend einen neuen Spieler für die Kreativabteilung, aber auch ein Flügelspieler steht auf der Liste der „Roten“. Der ehemalige Freiburger Felix Klaus (Bild) spielte auf der linken Seite bislang eine enttäuschende Saison, 
Kenan Karaman hat gute Ansätze, ihm fehlt aber die Konstanz. Edgar Prib ist zwar wieder fit, doch wenn der 26-Jährige den Vorwärtsgang einlegt, kommt dabei zu wenig heraus. Im defensiven Mittelfeld besteht kein Handlungsbedarf, mit Salif Sané, Leon Andreasen und Manuel Schmiedebach sind die „Roten“ hier gut aufgestellt. Für Ceyhun Gülselam ist da kein Platz.

Der Sturm

Charlison Benschop, Mevlüt Erdinc, Artur Sobiech (Bild): Mit diesen drei Stürmern haben es die „Roten“ bislang versucht, der Erfolg ist sehr überschaubar. Die beiden Neuzugänge Benschop (1 Tor) und Erdinc (null Treffer) blieben weit hinter den Erwartungen zurück, aber auch für Artur Sobiech dürfte es schwierig werden, seinen Platz im Angriffszentrum, den er vor seiner Verletzung sicher hatte, zu verteidigen. Was die Mannschaft von Hannover 96 in der Rückrunde unbedingt braucht, ist ein Stürmer mit Torgarantie. Sobiechs Bilanz, drei Tore in 998 Minuten Bundesliga, ist keine Empfehlung für den Retter-Job. Positiv ist hingegen die Entwicklung von Uffe Bech. Der dänische Flügelflitzer spielte vor seiner Verletzung groß auf, traf gegen Ingolstadt und hat das Zeug zum Publikumsliebling.

pur

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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