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Am Ende einer langen Reise

Abstieg von Hannover 96 Am Ende einer langen Reise

Am Samstag endet in München für Hannover 96, was vor 14 Jahren mit einer 1:2-Niederlage beim Hamburger SV und dem damit verbundenen Aufstieg in die 1. Bundesliga begann. 

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11. August 2002: Nach 13 Jahren bestreitet 96 wieder ein Erstligaspiel, Altin Lala (r.) – im Duell mit Hamburgs Raphael Wicky – haut sich rein.

Quelle: imago

Hannover. Einmal noch 90 Minuten Fußball-Bundesliga, dann hat sich für Hannover 96 das Thema für mindestens ein Jahr erledigt. Weil der Club den Abstieg freundlicherweise sehr früh eingeleitet hat, wird der Abschied am heutigen Sonnabend vielleicht gar nicht mehr so schwerfallen.

Nach 14 Jahren am Stück in der 1. Liga muss 96 nach dem Spiel bei Bayern München wieder runter, wehtun wird es vermutlich erst wieder, wenn die Bundesliga Ende August in die neue Saison startet und in der HDI-Arena zeitgleich dann Erzgebirge Aue zu Gast ist.

Das sind die elf Spieler, mit denen die „Roten“ vor 14 Jahren in ihr erstes Bundesligaspiel nach dem Wiederaufstieg starteten – und was aus ihnen wurde:

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14 Jahre machen nostalgisch, jeder 96-Fan hat aus dieser Zeit seine ganz persönliche Bundesligageschichte. Seinen Lieblingstrainer, seine Lieblingsspieler und solche, die er auf der Tribüne manchmal still oder laut verflucht hat. Wenn etwas zu Ende geht, schaut man gern zurück, wie alles angefangen hat. 13 Jahre hatten die „Roten“ in der 2. und 3. Liga verbracht, als ihnen 2002 relativ unerwartet der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Am 11. August vor 14 Jahren um 17.30 Uhr war es dann endlich soweit: 96 bestritt wieder ein Spiel im Oberhaus. Es ist ein schöner Zufall, dass heute in München vor knapp 70 000 Zuschauern enden wird, was damals vor 50 000 Zuschauern beim Hamburger SV begann. Zwei Auswärtsspiele, deren Kontrast größer nicht sein könnte.

Heute spielt 96 die Nebenrolle bei der Bayern-Meisterfeier und darf um 17.30 Uhr aus nächster Nähe zuschauen, wie die Münchner die Meisterschale bekommen. Damals in Hamburg war das Kribbeln bei den 96-Fans so groß wie die Neugierde. Und als dann auch noch Dariusz Zuraw nach sechs Minuten die Hannoveraner in Führung brachte ... Am Ende gab es doch noch eine 1:2-Niederlage, weil der Hamburger Jörg Albertz zweimal traf, doch das störte genauso wenig wie heute eine Niederlage beim Meister stören würde. Hauptsache, 96 spielte wieder bei den Großen mit. Das war vor 14 Jahren der Tenor, und wenn damals einer versprochen hätte, dass der Club bis 2016 ununterbrochen erstklassig bleiben würde, man hätte vermutlich ungläubig mit dem Kopf geschüttelt.

Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC: Sie alle sind in den Jahren, in denen es sich Hannover 96 in der Bundesliga gemütlich gemacht hatte, mindestens einmal abgestiegen. Das ist ein kleiner Trost, zumal die drei Clubs schnell wieder da waren.

Für die meisten der Spieler, die heute die Bayern ärgern wollen (oder wenigstens mit Anstand verlieren), geht die Reise auch in der kommenden Saison nach München. Entweder mit ihrem neuen Verein zu den Bayern, oder mit 96 zum Zweitligaduell mit dem TSV 1860.

Und wohin geht die Reise der „Roten“? Noch kann das niemand genau sagen, der Kader für die neue Saison hat noch zu wenig Konturen, nur das Ziel ist formuliert: Wiederaufstieg.

Beim bisher letzten Bundesligaabstieg dauerte es 13 Jahre, bis 96 wieder oben war. Diesmal soll es schneller gehen. Viel schneller.

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Analyse

Der Erfolg hat im Fußball viele Väter, beim Abstieg will es meistens keiner gewesen sein. Bei Hannover 96 ist zumindest zu benennen, was schiefgelaufen ist in dieser Bundesligasaison, die nach 14 Jahren für mindestens ein Jahr die letzte sein wird.

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