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0:1 in Irland: Weltmeister Deutschland muss um EM-Ticket zittern

Fußball 0:1 in Irland: Weltmeister Deutschland muss um EM-Ticket zittern

Zittern nach der Blamage: Fußball-Weltmeister Deutschland muss nach einer maßlos enttäuschenden Vorstellung nachsitzen und um das Ticket für die EM 2016 bangen.

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0:1 in Irland: Weltmeister Deutschland muss um EM-Ticket zittern

Quelle: Von Marco MADER und Jürgen ZELUSTEK / SID-IMAGES/AFP

Dublin. Das vorletzte Gruppenspiel beim bisherigen Tabellendritten Irland verlor das DFB-Team mit 0:1 (0:0). Nach der ersten Pflichtspiel-Niederlage überhaupt gegen Irland durch das Tor von Shane Long (70.) braucht der dreimalige Europameister im abschließenden Spiel am Sonntag gegen Georgien in Leipzig (20.45/RTL) noch einen Punkt, um die zwölfte Endrunden-Teilnahme in Folge zu sichern.

Die Niederlage hat sich der Weltmeister aber selbst zuzuschreiben. Ohne den verletzten Kapitän Bastian Schweinsteiger und den früh ausgewechselten WM-Helden Mario Götze (35./beide Adduktorenprobleme) spielte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw schwach. Deutschland dominierte gegen die harmlosen Iren zwar das Spiel, ließ aber über weite Strecken Kreativität und Torgefahr vermissen und wurde bestraft.

Schweinsteigers Platz in der Startformation nahm vor 50.604 Zuschauern im ausverkauften Aviva Stadium Marco Reus ein, der zunächst der auffälligste deutsche Akteur war. Reus ermöglichte die beste Gelegenheit der Anfangsphase, als er einen Pass von Mario Götze klug durchließ. Der Schuss des gut postierten Ilkay Gündogan wurde aber geklärt (13.).

Auf der rechten Abwehrseite vertraute Löw dem formstarken Dortmunder Matthias Ginter, der anstelle von Emre Can ran durfte. Ginter schaltete sich mangels Beschäftigung in der Abwehr immer wieder nach vorne ein, konnte zunächst aber keine größeren Akzente setzen.

Die ultradefensiv eingestellten Iren kamen kaum mit, wenn das DFB-Team mal schnell kombinierte - doch das war zu selten der Fall. Ihre genügsamen Fans bejubelten aber auch jede Abwehraktion und jeden Ballgewinn lautstark. Ebenso euphorisch fiel die Reaktion aus, als Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo (Spanien) einen Treffer des Weltmeisters richtigerweise nicht anerkannte (19.): Mesut Özil hatte nach einer Hereingabe von Thomas Müller im Abseits gestanden.

Dem deutschen Spiel fehlte es wie so oft im letzten Drittel an Präzision. Reus und Co. waren mitunter zu verspielt, zu wenig zielstrebig, um die zweitklassigen Iren ernsthaft zu gefährden. Auch die wenigen Flanken fanden selten ihr Ziel, raumöffnende Spielverlagerung im Aufbau fand kaum statt. Nach einer guten halben Stunde musste Löw auch noch Mario Götze ersetzen, der nach einem Foul von James McCarthy mit schweren Adduktorenproblemen vom Platz musste. Für ihn kam André Schürrle.

Der seit Monaten im Formtief befindliche Wolfsburger hatte zehn Minuten nach der Pause die große Chance zur Führung. Nach einem weiten Abwurf von Manuel Neuer, flankte Reus auf Schürrle, doch der setzte seinen Volleyschuss zu hoch an. Im Tor der Iren stand zu diesem Zeitpunkt bereits Darren Randolph, der in der 43. Minute die irische Torwart-Ikone Shay Given (39 Jahre/133 Länderspiele) ersetzen musste.

Die Iren wurden nun immer mutiger, der Favorit immer behäbiger und wurde prompt bestraft: Nachdem Reus den Ball im Vorwärtsgang verlor, ließ sich die deutsche Abwehr mit einem weiten Ball aushebeln. Mats Hummels und Jonas Hector standen schlecht gegen Long, den auch Boateng nicht mehr einholen konnte, Neuer war machtlos. Nun drängte das DFB-Team mit Macht, aber ohne großes Konzept. Der allererste Schuss, der auf das Tor ging kam in der 81. Minute von Boateng, Randolph hielt aber. Drei Minuten zuvor hatte Thomas Müller die große Chance auf den Ausgleich vergeben.

 

© 2015 SID

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