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11:0 gegen Ghana: DFB-Frauen schießen sich für Olympia warm

Fußball 11:0 gegen Ghana: DFB-Frauen schießen sich für Olympia warm

Die deutschen Fußballerinnen haben sich bei ihrer Olympia-Generalprobe für die Gold-Mission in Brasilien warmgeschossen. Zwölf Tage vor dem Auftakt gegen Simbabwe fertigten die Europameisterinnen die völlig überforderte Mannschaft Ghanas mit 11:0 (9:0) ab.

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11:0 gegen Ghana: DFB-Frauen schießen sich für Olympia warm

Quelle: Von Jana LANGE / SID-IMAGES/FIRO

Paderborn. Mit dem Torfestival bescherte die DFB-Auswahl Bundestrainerin Silvia Neid zudem ein gelungenes letztes Heim-Länderspiel in Paderborn.

Treffsicherste im deutschen Team war Anja Mittag mit einem Viererpack (1./31./39./42.). Auch Dzsenifer Marozsan (6., 90.+1), Alexandra Popp (13.), Saskia Bartusiak (29.), Sara Däbritz (30.) und Mandy Islacker (66.) trafen, außerdem unterlief Cynthia Abobea ein Eigentor (26.).

Der finale Formcheck eine Woche vor dem Abflug nach Sao Paulo brachte aber so gut wie keine Aufschlüsse für das anstehende Saison-Highlight, bei dem der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister in der Gruppe F mit Australien (6. August) und Kanada (9. August) auf ganz andere Kaliber treffen wird. Die Bundestrainerin hatte sich wegen des Auftaktgegners Simbabwe für die Vorbereitung ein afrikanisches Team gewünscht. Ghana, als Weltranglisten-50. noch 48 Plätze vor Simbabwe notiert, leistete aber viel zu wenig Gegenwehr.

Neid, die nach den Olympischen Spielen den Posten an ihre derzeitige Assistentin Steffi Jones übergibt, wählte ein offensives 4-3-3-System. Das zahlte sich aus: Nach gerade einmal 44 Sekunden eröffnete Mittag nach einem abgewehrten Schuss von Melanie Behringer per Abstauber den Torreigen vor 6243 Zuschauern.

Nur fünf Minuten später legte Marozsan mit einem sehenswerten Volleytreffer auf Vorlage von Popp nach. Die DFB-Auswahl, die im Mittelfeld ohne Stammkraft Lena Goeßling (Oberschenkelverletzung) auskommen musste, bestimmte das Spielgeschehen nach Belieben, kombinierte sich ein ums andere Mal durch die schlecht positionierte Abwehr der Gäste und verpasste nur knapp ein zweistelliges Halbzeitergebnis.

Eine Erkenntnis brachte die extrem einseitige Partie aber immerhin: Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit zeigten sich die Deutschen nach vier Wochen Vorbereitung im ersten Durchgang im Abschluss deutlich verbessert. Fast jeder Schuss auf den Kasten von Patricia Mantey landete auch im Netz. Nach dem Seitenwechsel wechselte Neid munter durch, es blieb aber beim Einbahnstraßenfußball in Richtung des ghanaischen Tors - allerdings mit weniger Präzision im letzten Angriffsdrittel.

Vor dem Anpfiff war Nadine Keßler offiziell verabschiedet worden. Die Weltfußballerin von 2014 hatte im April im Alter von nur 28 Jahren ihre Karriere wegen anhaltender Knieprobleme beendet.

© 2016 SID

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