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2:0 gegen Ungarn: Gelungene EM-Generalprobe mit Schweinsteiger-Comeback

Fußball 2:0 gegen Ungarn: Gelungene EM-Generalprobe mit Schweinsteiger-Comeback

Beim lang ersehnten Comeback von Kapitän Bastian Schweinsteiger hat Fußball-Weltmeister Deutschland eine gelungene EM-Generalprobe gefeiert. Im letzten Test vor der EURO in Frankreich (10. Juni bis 10. Juni) besiegte das Team von Bundestrainer Joachim Löw den harmlosen EM-Teilnehmer Ungarn in Gelsenkirchen mit 2:0 (1:0).

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2:0 gegen Ungarn: Gelungene EM-Generalprobe mit Schweinsteiger-Comeback

Quelle: Von Holger SCHMIDT und Jürgen ZELUSTEK / SID-IMAGES/FIRO

Gelsenkirchen. Acht Tage vor dem EM-Auftakt in Lille gegen die Ukraine kehrte der eingewechselte Spielführer Schweinsteiger zumindest für 22 unauffällige Minuten zurück. Adam Lang (39.) brachte den überlegenen Weltmeister per Eigentor in Führung, Thomas Müller legte nach (63.). Allerdings übersah Schiedsrichter Martin Strömbergsson (Schweden) vor beiden Toren Abseitsposition der Vorlagengeber Jonas Hector und Mario Gomez.

"Für 25 Minuten, eine halbe Stunde oder eine Halbzeit reicht es schon. Aber für 90 Minuten im ersten Spiel wird es schwer, das geht eher nicht", sagte Schweinsteiger nach seinem ersten Länderspiel seit November 2015 (0:2 in Frankreich) im ZDF: "Ich bin definitiv fitter als vor der WM 2014, da konnte ich fast nix machen, jetzt schon einiges."

Titel-Favorit Deutschland spielte dominant, legte aber einige Verschnaufpausen ein und zeigte zu viel brotlose Kunst. Auch defensiv wirkte die deutsche Elf wieder nicht sattelfest.

Deutschland hat nun vor fünf der letzten sechs Europameisterschaften sein letztes Spiel gewonnen - die einzige Niederlage gab es 2004 gegen die damals von DFB-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus trainierten Ungarn. Die inzwischen von den Deutschen Bernd Storck und Andreas Möller gecoachten Magyaren bestreiten ihr erstes EM-Spiel seit 44 Jahren am 14. Juni gegen den Nachbarn Österreich.

Löw hatte vor dem Anpfiff für zumindest eine Überraschung gesorgt: Statt des erwarteten Gomez bot er WM-Held Mario Götze in der Spitze auf und entschied sich in der Grundsatzfrage "falsche oder richtige Neun" für letzteres. Als rechter Außenverteidiger durfte in "seiner" Arena der Schalker Benedikt Höwedes ran statt des jungen Münchners Joshua Kimmich. Auf der seit der Verletzung von Marco Reus vakanten Position links vorne erhielt wie im Training absehbar der frühere Schalker Julian Draxler eine Chance. Er bekam den Vorzug vor Geburtstagskind Lukas Podolski (31), der als Joker kam.

Einen Auftakt nach Maß - eben durch die sehr agilen Götze und Draxler - verhinderte nur eine krasse Fehlentscheidung von Strömbergsson: Nach einem Pass des Münchners schob der Wolfsburger den Ball nach 57 Sekunden eindeutig nicht aus Abseitsposition über die Linie, der Schwede pfiff dennoch.

Insgesamt wirkte das DFB-Team konzentriert und ließ den harmlosen Ungarn wenig Luft. In der 11. Minute verhinderte der Ex-Herthaner Gabor Kiraly gegen Müller das 1:0, nach dem anschließenden Eckball von Toni Kroos köpfte Antonio Rüdiger freistehend vorbei. Auf der Gegenseite zeigte Torhüter Manuel Neuer bei einem Schuss von Gergö Lovrencsis eine seltene Schwäche und hatte Glück, dass der Hannoveraner Adam Szalai beim unverhofften Abpraller im Abseits stand (15.).

So stand wie gegen die Slowakei (1:3) ein guter Beginn ohne den erhofften Ertrag, und wie am Sonntag fand der Außenseiter nach etwa 25 Minuten plötzlich ins Spiel. Nach 27 Minuten ließ Rüdiger Szalai zunächst aus den Augen, rettete aber im letzten Moment.

Noch sorgenvoller als die Entwicklung des Spiels verfolgte Löw zwei Schrecksekunden um Jerome Boateng und Sami Khedira. Der Abwehrchef musste früh am rechten Oberschenkel behandelt werden, der erst aus einer Verletzung kommende Khedira bekam einen Schlag auf den Knöchel (31.) und blieb nach der Halbzeit in der Kabine.

Sechs Minuten vor der Pause gelang dann die zumindest zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung - und bezeichnenderweise war es ein Missgeschick der Ungarn: Nach einer Hereingabe von Hector drückte Lang den Ball vor Götze über die Linie.

In der Pause wechselte Löw zwei Spieler, aber mehrere Positionen. Emre Can ersetzte Hector, für Khedira kam Gomez, Götze ging zurück ins zentral offensive, der bis dahin schwache Mesut Özil rückte - wie beim 4:1 gegen Italien - neben Kroos auf die Sechs.

Das Löw-Team gewann die Spielkontrolle zurück, ließ aber weiter Zielstrebigkeit vermissen. Nach einem langen Ball von Boateng scheiterte Gomez per Kopf an Kiraly, Müller vollstreckte.

© 2016 SID

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