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2:1 gegen Georgien: Weltmeister Deutschland mit Hängen und Würgen zur EM

Fußball 2:1 gegen Georgien: Weltmeister Deutschland mit Hängen und Würgen zur EM

Mit Hängen und Würgen zur EM: Weltmeister Deutschland hat sich trotz einer erneut katastrophalen Chancenverwertung das Ticket für die EURO 2016 in Frankreich erzittert und das Nachsitzen in den Play-offs erspart.

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2:1 gegen Georgien: Weltmeister Deutschland mit Hängen und Würgen zur EM

Quelle: Von Jürgen ZELUSTEK und Marco MADER / SID-IMAGES/AFP

Leipzig. Die zwölfte EM-Teilnahme in Folge und den Sieg in der Gruppe D machte das DFB-Team durch ein mühsames 2:1 (0:0) gegen den Weltranglisten-110. perfekt, enttäuschte dabei aber erneut.

Nach unzähligen vergebenen Großchancen in der ersten Halbzeit benötigte der Weltmeister einen Foulelfmeter, um durch Thomas Müller in Führung zu gehen (50.), kassierte aber nur drei Minuten später den Ausgleich durch Georgiens Kapitän Jaba Kankawa. Erst der drei Minuten zuvor eingewechselte Max Kruse erlöste den sichtlich angespannten Bundestrainer Joachim Löw mit dem Siegtreffer (79.).

Löw hatte seine Startelf im Gegensatz zum Irland-Spiel nur auf einer Position verändert. Für den verletzten Mario Götze rückte André Schürrle auf die für ihn ungewohnte Position in die Spitze, wo er sich aber offensichtlich nicht wohl fühlte und so gut wie gar nicht in Erscheinung trat. Bastian Schweinsteiger, der bereits in Irland wegen einer Muskelverhärtung gefehlt hatte, war offensichtlich nicht topfit und saß nur auf der Bank. So agierten im defensiven Mittelfeld erneut Ilkay Gündogan und Toni Kroos.

Gegen die Kreuzritter, die das Hinspiel 0:2 verloren hatten, wirkten die Gastgeber von Beginn an wild entschlossen, sich für das 0:1 in Irland zu rehabilitieren, doch die mangelhafte Chancenverwertung war einmal mehr das große Problem.

Die erste Möglichkeit hatte Müller bereits in der dritten Minute, aber der überragende Gäste-Torwart Nukri Rewischwili war auf dem Posten. Fünf Minuten später verpasste erneut Müller nach einem raffinierten Freistoß von Kroos die mögliche Führung. Ilkay Gündogan und vor allem Marco Reus, der nach einer Traumkombination in der 13. Minute eine sogenannte Hundertprozentige aus sechs Metern ungenutzt ließ und der anschließend noch drei gute Gelegenheiten hatte, verdeutlichten das von Löw deutlich angesprochene aktuelle deutsche Manko: Die mangelnde Effizienz.

Deutschland beherrschte den Gegner zwar nach Belieben, aber das viel zu umständliche Kurzpassspiel im georgischen Strafraum brachte nicht den erhofften Erfolg. Und wie schon am Donnerstag in Irland fiel dem Weltmeister gegen die robuste, aber auch reichlich limitierte Defensive des Underdogs ansonsten wenig ein. Schüsse aus der zweiten Reihe waren Mangelware, auch die Standards waren wenig gefährlich.

In der 27. Minute hatte die DFB-Auswahl großes Glück, als Manuel Neuer gegen Tornike Okriaschwili mit einer Glanztat das 0:1 verhinderte, nachdem zuvor Mats Hummels gepatzt hatte. Anschließend hatte Reus erneut eine gute Chance, die einmal mehr der Gäste-Torwart zunichte machte. Zur Pause verabschiedeten die 43.630 Zuschauer den Weltmeister mit Pfiffen in die Kabine.

Nur zwei Minuten nach der Pause half ein ungeschicktes Einsteigen von Kankawa am Strafraumeck dem Weltmeister zur Führung: Schiedsrichter Pavel Kralovec aus Tschechien entschied zurecht auf Elfmeter und Müller verwandelte sicher zu seinem 31. Tor im 67. Länderspiel, dem bereits neunten in dieser Qualifikation.

Doch statt der großen Befreiung folgte der Schock: Jonas Hector köpfte den Ball nach einer georgischen Ecke mittig aus dem Strafraum, Kankawa nahm ihn volley und ließ Neuer keine Chance. Nun machte sich endgültig Verunsicherung beim DFB-Team breit, die Pfiffe wurden lauter, da die Schönspielerei des Weltmeisters immer weniger zielführend war. Nach einer Stunde hatte die Georgier dann durch Okriaschwili aus sieben Metern die Riesenchance zur Führung; Neuer lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte.

Eine Viertelstunde vor dem Ende brachte Löw Kruse für Schürrle - und keine drei Minuten später zahlte sich das aus. Nach einem schönen Pass von Mesut Özil gelang dem Wolfsburger mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze sein viertes Länderspieltor.

© 2015 SID

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