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530 vorläufige Festnahmen in Darmstadt beim Hessenderby

Fußball 530 vorläufige Festnahmen in Darmstadt beim Hessenderby

Die Polizei hat im Rahmen des brisanten Hessenderbys der Fußball-Bundesliga zwischen Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt (1:2) insgesamt 530 Personen vorläufig festgenommen.

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Quelle: FIRO/SID-IMAGES

Darmstadt. 159 von ihnen wurden vorübergehend ins Polizeigewahrsam gebracht, die anderen erhielten einen Platzverweis. Das gab das zuständige Polizeipräsidium Südhessen in seiner Bilanz am Sonntagfrüh bekannt.

"Viele gewaltbereite Personengruppen" seien im Verlauf des Tages in der Stadt gestellt worden, "vereinzelt kam es zu Ausschreitungen, dem Zünden von Pyrotechnik, Pöbeleien, Beleidigungen und Sachbeschädigungen", hieß es in der Polizei-Mitteilung.

Einsatzleiter Bernd Denninger war dennoch zufrieden: "Obwohl sich sehr viele Personen mit Gewaltpotenzial in Darmstadt aufgehalten haben, ist aus Sicht der Polizei relativ wenig passiert."

Nach dem Spiel hatte sich im Bereich des Luisenplatzes eine Schlägerei zwischen rivalisierenden Fans entwickelt, "große Ausschreitungen" hätten aber erfolgreich unterbunden werden können, hieß es weiter: Das Konzept der Polizei sei "aufgegangen". Die umfangreichen Planungen im Vorfeld zu der brisanten Partie sowie der Einsatz von vielen Beamten hätten sich bewährt. Es war der bislang größte Einsatz im Rahmen eines Bundesligaspiels in Darmstadt.

Im Vorfeld der Partie hatte es hitzige Diskussionen über ein von der Stadt Darmstadt verhängtes Innenstadtverbot für Eintracht-Fans gegeben. Trotz der Aufhebung durch das Verwaltungsgericht hielt die Stadt bis Samstagmorgen an ihrem Anliegen fest. Erst wenige Stunden vor dem Anpfiff um 15.30 Uhr zog die Stadt das geplante Aufenthaltsverbot zurück.

"Wir alle wollen ein friedliches Derby. Ich wünsche mir, dass es auf öffentlichen Plätzen keine Probleme gibt", hatte Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann noch am Freitag gesagt und gleichzeitig die Stadt Darmstadt kritisiert. "Solche Alleingänge der Stadt können für den Fußball nicht stilbildend sein. Wir wollten versuchen, im Vorfeld deeskalierend zu wirken. Dadurch ist die Situation jetzt nicht einfacher geworden", sagte Hellmann.

© 2016 SID

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