Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Amnesty International erneuert Kritik an WM-Gastgeber Katar

Fußball Amnesty International erneuert Kritik an WM-Gastgeber Katar

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat ihre Kritik an Katar erneuert und dem WM-Gastgeber von 2022 sowie den Fußball-Weltverband FIFA wegen der Arbeitsbedingungen für Tausende Gastarbeiter in dem Golfemirat angegriffen.

Voriger Artikel
Messi als bester Spieler der Primera Division ausgezeichnet
Nächster Artikel
Chinesen erwerben für 377 Millionen Euro Anteile an ManCity-Holding

Amnesty International erneuert Kritik an WM-Gastgeber Katar

Quelle: KARIM JAAFAR / SID

Dubai. Trotz internationalen Drucks habe sich "fast nichts" verändert, erklärte Amnesty am Dienstag anlässlich des fünften Jahrestags der Vergabe der WM-Endrunde 2022. Dass es keine Reformen gebe, sei eine "Schande" für Katar und den Weltfußballverband FIFA.

Nach Angaben von Amnesty gab es nur in zwei von neun Bereichen zuletzt "begrenzten Fortschritt": bei der Bezahlung der Fremdarbeiter und bei Gesundheit und Arbeitsschutz. Dagegen tue sich nichts in mehreren zentralen Punkten, etwa bei der Möglichkeit des Arbeitgeberwechsels, dem Beitritt zu Gewerkschaften oder der Möglichkeit, Katar auf eigenen Wunsch wieder zu verlassen.

Obwohl die "schrecklichen Bedingungen" für die meisten Bauarbeiter aus dem Ausland in dem Emirat inzwischen hinlänglich bekannt seien, "unternehmen die katarischen Behörden fast nichts Wirksames, um der chronischen Ausbeutung ein Ende zu setzen", kritisiert die Menschenrechtsorganisation. Amnesty fordert die FIFA und die WM-Sponsoren auf, Druck auf die Regierung von Katar auszuüben.

Der Weltverband nahm umgehend Stellung und betonte, der FIFA sei "die derzeitige Situation absolut bewusst". Man werde die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden intensivieren, "um die geforderten Standards nicht nur auf den WM-relevanten Baustellen, sondern im ganzen Land zu erreichen".

Traditionell gilt in dem Golfstaat das sogenannte Kafala-System. Es bestimmt, dass ausländische Arbeitnehmer einen einheimischen Bürgen haben müssen. In der Regel ist das ihr Arbeitgeber. Dieser kann den Angestellten unter anderem untersagen, den Arbeitgeber zu wechseln oder das Land zu verlassen. Kritiker betrachten das Kafala-System als eine Form von moderner Sklaverei.

© 2015 SID

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichtenticker
Die „Recken“ verlieren gegen THW Kiel

Die „Recken“ haben in der Handball-Bundesliga mit 26:27 gegen Rekordmeister THW Kiel verloren.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
26. März 2017 - Norbert Fettback in HAZ-Laufgruppe

Schon 41 und immer noch erstaunlich frisch. Und attraktiv dazu: Der Springe-Deister-Marathon hat sich bei seiner 41. Auflage selbst übertroffen.

mehr