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Aufreger des Tages: Handelfmeter in Ingolstadt

Fußball Aufreger des Tages: Handelfmeter in Ingolstadt

Es war die entscheidende Szene des Spiels und nach dem 1:0 (1:0) des FC Ingolstadt gegen den FSV Mainz 05 ein heiß diskutiertes Thema. Als der Mainzer Stefan Bell einen Schuss von Ingolstadts Pascal Groß mit dem Arm abwehrte und Schiedsrichter Florian Meyer nach einigem Zögern auf den Punkt zeigte, war die Endlosdebatte um Handspiele im Strafraum wieder einmal präsent.

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Aufreger des Tages: Handelfmeter in Ingolstadt

Quelle: Henning Angerer / pixathlon/SID-IMAGES

Ingolstadt. "Es war für mich kein Elfmeter", sagte Bell später, nachdem Moritz Hartmann (41.) die Situation zum Tor des Tages genutzt hatte, "ich denke, es war eine ganz normale Körperhaltung". Das Gefühl trog Bell zwar etwas, denn seine Arme gingen in einer Art Schutzreflex nach oben Richtung Kopf, als sich der Verteidiger abwendete - und damit war die Auslegung "unnatürliche Haltung" vertretbar.

Dennoch: Wieder einmal führte ein Handspiel zu ganz unterschiedlichen Interpretationen. Der Fehler liegt im System, sprich Regelwerk. So sah das auch der Betroffene. "Man weiß nicht mehr, wie man sich verhalten soll", klagte Bell.

Meyers Sicht der Dinge war am Samstag nicht zu erhalten. Erkennbar war während des Spiels lediglich, dass der Referee auf ein Signal seines Assistenten reagierte, der einen besseren Blick auf die Situation hatte. "Meiner Meinung nach", sagte der Mainzer Danny Latza, "kann er den Elfmeter nicht geben, weil er nicht sicher ist." Kapitän Julian Baumgartlinger fügte an: "Solche Fehlentscheidungen tun weh, es wird undurchsichtig."

Ingolstadt hatte zwar Verständnis für den Ärger der Rheinhessen, nahm die Entscheidung aber gerne hin, zumal dem FCI vorher ein weniger zweifelhafter Handelfmeter verwehrt worden war. "Glücklich oder nicht, das kann man so oder so sehen", sagte Torschütze Hartmann, und Groß meinte lapidar: "Er darf die Arme nicht vor das Gesicht nehmen, da muss man halt das Gesicht hinhalten."

© 2016 SID

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