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Auswechslung des Tages: Arturo Vidal (Bayern München)

Fußball Auswechslung des Tages: Arturo Vidal (Bayern München)

Nach drei Fouls in 26 Minuten war für Arturo Vidal Schluss. Der "Krieger", wie der Chilene vom FC Bayern genannt wird, hatte es im Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart (mal wieder) übertrieben.

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Auswechslung des Tages: Arturo Vidal (Bayern München)

Quelle: Adelheid Huber / PIXATHLON/SID-IMAGES

Stuttgart. Und weil Pep Guardiola die Begegnung nicht mit zehn Mann zu Ende spielen wollte, nahm der Trainer ihn vom Platz. Eine Maßnahme, die jeder der 60.000 in der Mercedes-Benz Arena verstand - außer Vidal.

Der 28-Jährige bockte wie ein Kleinkind, dem man sein liebstes Spielzeug wegnimmt. Er trottete vom Platz, obwohl Guardiola ihn mit wilder Gestik zu schnellerem Gang aufforderte. Vidal ignorierte den Coach und setzte sich am anderen Ende der Bayern-Bank schmollend auf den nasskalten Boden.

Dort blieb er, zunächst von Kapitän Philipp Lahm mit einer Jacke und warmen Worten, später von Thiago getröstet, bis zum Pausenpfiff sitzen. Ein großer Junge, der seinen strengen Vater nicht verstehen wollte.

"Ich wollte kein Risiko eingehen", erklärte Guardiola seine Maßnahme. Außerdem habe er früh erkannt, dass seiner lange umständlich angreifende Mannschaft ein Offensivspieler gefehlt habe - für Vidal kam Weltmeister Thomas Müller, die weiterhin elf Bayern gewannen 3:1 (1:0).

Und Vidal? Der regte sich nach einem klärenden Gespräch in der Halbzeitpause mit Sportvorstand Matthias Sammer wieder ab. Er habe "gleich gemerkt, dass mir die nächste Karte droht", sagte Vidal kleinlaut, den Sammer ohnehin in Schutz nahm. "So gefährlich er oftmals aussieht und so extrem er manchmal spielt - Arturo ist ein ganz Lieber", sagte er über den Mann mit dem Irokesen-Haarschnitt und den vielen Tattoos: "Er will immer spielen." Auch noch nach drei Fouls in 26 Minuten.

© 2016 SID

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