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BA-Ermittlungen ein Dämpfer für DFB-Hoffnung auf Schadensbegrenzung

Fußball BA-Ermittlungen ein Dämpfer für DFB-Hoffnung auf Schadensbegrenzung

Die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) zur WM-Affäre beim Deutschen Fußball-Bund stellen die Hoffnungen des DFB auf eine Begrenzung des finanziellen Schadens für den Verband infrage.

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BA-Ermittlungen ein Dämpfer für DFB-Hoffnung auf Schadensbegrenzung

Quelle: DANIEL ROLAND / SID-IMAGES

Köln. "Wenn im Zuge des Verfahrens in der Schweiz ein Fehlverhalten nachgewiesen wird, könnte das in Deutschland direkt auf den DFB zurückschlagen", sagte der Kölner Steuerrechtler Burkhard Binnewies am Freitag dem SID.

Der DFB muss durch den WM-Skandal um eine aus weiterhin ungeklärten Gründen falsch deklarierte Millionen-Zahlung der deutschen WM-Organisatoren von 2005 an den Weltverband FIFA einen Schaden von bis zu 25 Millionen Euro fürchten. Im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den damaligen Generalsekretär Horst R. Schmidt wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall drohen dem Verband wegen der falschen Bilanz von 2006 einerseits eine Steuernachzahlung und ein Bußgeld sowie andererseits die rückwirkende Aberkennung der Gemeinnützigkeit für das Jahr der Heim-WM.

Die drei ehemaligen DFB-Funktionäre sind wegen der Affäre auch im Schweizer Verfahren gemeinsam mit dem damaligen WM-OK-Chef Franz Beckenbauer Beschuldigte. Die BA ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung, Geldwäsche sowie Veruntreuung und hält den DFB in diesem Zusammenhang für den Geschädigten.

Der DFB soll Medienberichten vom Jahresende 2015 zufolge frühzeitig in Gespräche mit den Frankfurter Ermittlern über eine Abmilderung der möglichen Konsequenzen aus der WM-Affäre eingetreten sein. Seinerzeit hatte der Verband zu entsprechenden Informationen keine Stellungnahme abgegeben.

© 2016 SID

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