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BDFL nimmt Schmidt in Schutz - Lob für Nagelsmann

Fußball BDFL nimmt Schmidt in Schutz - Lob für Nagelsmann

BDFDer Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) hat sich nach der erneuten Sperre hinter Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt gestellt. "Das Thema wurde von den Medien aufgebauscht", sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner dem SID.

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Quelle: Norbert Schmidt / PIXATHLON/SID-IMAGES

Freiburg. "Selbstverständlich sehen wir solche Auseinandersetzung von Trainern nicht gerne, sind aber auch nicht so blauäugig zu glauben, dass sie grundsätzlich zu vermeiden sind", äußerte der 73-Jährige.

Schmidt habe nach seinem Tribünen-Verweis wegen Beleidigung des Hoffenheimer Kollegen Julian Nagelsmann "Pech gehabt, dass er 'vorbestraft war', sagte Hangartner: "Allein wegen eines solchen Ausrasters sollte keine Sperre ausgesprochen werden." Zu den zwei Spielen Sperre, die zuvor auf Bewährung ausgesprochen waren, bekam der Bayer-Coach auch nur eine Geldstrafe von 15.000 Euro aufgebrummt.

Schmidt sei "selbstverständlich als Bundesliga-Trainer haltbar. Wir sollten froh sein, dass es auch emotionale Trainertypen wie Roger Schmidt oder Christian Streich gibt", betonte der BDFL-Präsident. Der Freiburger Christian Streich, der Schmidt in einer emotionalen Rede verteidigt hatte, habe "die Gefühlslage der Trainerkollegen in aller Klarheit und treffend angesprochen hat. Wir als BDFL haben Verständnis dafür und stehen inhaltlich hinter den getroffenen Aussagen".

Streich hatte vor allem die Mikrofone in der Nähe der Coaching-Zone kritisiert. "Wir wissen, dass die Trainer unter sehr großem Erfolgsdruck stehen und können verstehen, dass bei einer solch hoher Anspannung auch einmal Sätze herausgehauen werden, die nicht der feinen englischen Art entsprechen", meinte der frühere Freiburger Zweitliga-Trainer Hangartner: "Wofür wir kein Verständnis haben ist, dass heute durch Richtmikrofone und Kameras jede Aussage und Reaktion der Trainer erfasst werden und wie in diesem Falle daraus aus ein Aktion gemacht wird, die eine überzogene Bedeutung gewinnt. Wir sollten den Trainern, zugestehen, dass sie, wie viele Menschen im normalen Leben, auch einmal ausrasten. Meist werden Unstimmigkeiten nach dem Spiel mit einem Handshake beendet."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird ihr Übertragungskonzept in den Stadien allerdings nicht ändern und bestritt am Mittwoch auf SID-Anfrage, dass es einen "Lauschangriff" auf Schmidt gegeben habe. Vielmehr habe sich seit mindestens zehn Jahren nichts an der Position der Kamera mit Mikrofonen in der Nähe der Coaching-Zone in der BayArena geändert. Von speziellen Richtimikrofonen könne keine Rede sein.

Ausdrücklich lobte Hangartner Nagelsmann (29): "Er hat gut und gelassen reagiert hat und nicht zu einer weiteren Eskalation beigetragen." Grundsätzlich werde man das Thema Umgang unter Trainer-Kollegen bei der nächsten Trainer-Tagung thematisieren, betonte der BDFL-Präsident.

Er verwies aber auch darauf, dass es seit der Auseinandersetzung zwischen Streich und dem damaligen Nürnberger Gertjan Verbeek vor zweieinhalb Jahren zu keinem weiteren Zwischenfall zwischen Trainern an der Außenlinie gekommen sei. "Ich führe das darauf zurück, dass wir seit 2005 zweimal im Jahr die Trainer der 1. und 2. Bundesliga zu einer Tagung einladen", sagte Hangartner. Neben der Fortbildung stehe dabei auch das Kennenlernen und Miteinander im Blickpunkt.

Bei der letzten Tagung am 2. und 3. Oktober in Wolfsburg fehlten wegen anderer Termine übrigens ausgerechnet Schmidt und Nagelsmann. "Ich stelle mal die Hypothese auf: Wenn beide anwesend gewesen wären, hätte es diese Eskalation nicht gegeben", betonte Hangartner schmunzelnd.

© 2016 SID

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