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BVB baut etwas Liverpool-Frust ab - Zittern beim HSV

Fußball BVB baut etwas Liverpool-Frust ab - Zittern beim HSV

Zwischen Europapokal-Albtraum und der letzten Hoffnung DFB-Pokal hat Borussia Dortmund zumindest einen Teil seines Frustes abgeschüttelt. 66 Stunden nach dem dramatischen Aus beim FC Liverpool bezwang eine B-Elf des BVB den nun zitternden Abstiegskandidaten Hamburger SV mit 3:0 (2:0) - in einer sehr gedämpften Atmosphäre, wozu auch morgendliche Meldungen über den Abschied von Ilkay Gündogan beitrugen.

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BVB baut etwas Liverpool-Frust ab - Zittern beim HSV

Quelle: Von Thomas NOWAG und Gian-Luca MAGNO / FIRO/SID-IMAGES

Dortmund. "Klar ist das nicht so einfach, mit einer breiten Brust rauszukommen nach so einem Spiel. Aber das 1:0 hat uns beflügelt", sagte Gonzalo Castro bei Sky: "Es war sehr wichtig, vor unseren Fans eine Reaktion zu zeigen." Beim HSV machte sich dagegen Frust breit. "Wir sind gut ins Spiel gekommen, machen 30 Minuten lang ein gutes Auswärtsspiel, aber das Gegentor hat unseren Plan über den Haufen geworfen", sagte Matthias Ostrzolek: "Insgesamt war das schon enttäuschend."

Vor dem DFB-Pokal-Halbfinale bei Hertha BSC am Mittwoch hellten der 17-jährige Christian Pulisic (38.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor und Doppeltorschütze Adrian Ramos (44./86.) die Stimmung auf und verschärften die Abstiegssorgen des HSV. Das Bundesliga-Sorgenkind der vergangenen Jahre schien längst gesichert, zittert aber doch wieder kräftig mit. Vor dem Derby gegen Werder Bremen am Freitag trennen den HSV drei Punkte vom Nordrivalen und dem Relegationsplatz. Zudem müssen die Hamburger auf Torhüter René Adler verzichten, der wegen einer Notbremse die Rote Karte sah (52.).

BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte seine Mannschaft vor seinem 200. Spiel als Bundesliga-Trainer völlig umgestellt. Nur Mats Hummels, Gonzalo Castro und Shinji Kagawa blieben nach dem Schock von Anfield (3:4) in der Mannschaft, dafür spielten vor 81.359 Zuschauern unter anderem Felix Passlack, Pulisic - und Gündogan. Laut Bild am Sonntag und englischen Medien soll der Nationalspieler sich für eine Zukunft bei Manchester City mit dem jetzigen Bayern-Trainer Pep Guardiola entschieden haben.

Pierre-Emerick Aubameyang und Julian Weigl saßen hingegen auf der Bank, Marco Reus, Erik Durm (Knieprobleme) und Henrich Mchitarjan waren zwecks Schonung nicht im Kader. Beim HSV musste der angeschlagene Pierre-Michel Lasogga früh von Sven Schipplock ersetzt werden (34.), der Sekunden später eine Großchance vertändelte.

Der BVB hatte dem HSV in den vergangenen Jahren prächtig gelegen, und so begann es wieder. Bis zu ihrem ersten Warnschuss durch Nicolai Müller (14.) ließen die Gäste die Dortmunder anlaufen, dann war Ivo Ilicevic (17.) per Kopf der Führung ganz nahe.

Die Stimmung der BVB-Fans war angesichts des Spiels in Liverpool arg geknickt. Das Absingen der Reds-Hymne "You'll never walk alone" fiel schwer, einige Sitzplätze blieben unbesetzt - trotz Tuchels Ansage, Selbstmitleid innerhalb der Mannschaft wäre "Verrat".

Die Abstimmungsprobleme nach der großen Rotation blieben offensichtlich, das Spiel war schwach, leise, arm an Emotionen. Dies besserte sich nach dem 1:0, das die Dortmunder Spielfreude weckte und den HSV lähmte.

Adlers Platzverweis nach Notbremse an Kagawa raubte den Gästen die Hoffnung auf eine Wende. Ramos (62.) hatte kurz darauf Adlers Ersatz Jaroslav Drobny bereits ausgespielt, rutschte aber weg.

Der HSV versuchte, Schlimmeres zu verhindern, der BVB kombinierte vor sich, häufig begünstigt von Hamburger Abspielfehlern. Weil Albin Ekdal verletzt vom Feld humpelte, musste der HSV die Schlussphase mit acht Feldspielern überstehen.

© 2016 SID

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