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Bittere Pleite für Slomka in Hannover: HSV-Krise spitzt sich zu

Fußball Bittere Pleite für Slomka in Hannover: HSV-Krise spitzt sich zu

Nächster böser Tiefschlag für den Hamburger SV und Trainer Mirko Slomka: Die Hanseaten verloren das Nordderby ausgerechnet bei Slomkas Ex-Klub Hannover 96 nach einer erneut ganz schwachen Vorstellung mit 0:2 (0:2) und setzten ihre Gruselserie auch mit völlig neu formierter Mannschaft fort.

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Bittere Pleite für Slomka in Hannover: HSV-Krise spitzt sich zu

Quelle: Von Christoph STUKENBROCK / SID-IMAGES/AFP

Hannover. Leon Andreasen (13.) und Artur Sobiech (24.) besiegelten mit ihren Treffern die saisonübergreifend siebte HSV-Pleite im achten Punktspiel und beförderten den Bundesliga-Dino ans Tabellenende.

Während sich die Krise bei den in dieser Saison noch immer torlosen Hamburgern nur vier Monate nach der Last-Minute-Rettung in der Relegation immer mehr zuspitzt, reitet Hannover weiter auf der Welle des Erfols. Das Team von Coach Tayfun Korkut, der Slomka bei 96 im Dezember 2013 beerbte, blieb im neunten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen und nistet sich mit nunmehr sieben Punkten im oberen Tabellendrittel ein.

Die Hamburger konnten ihren Abwärtstrend dagegen auch mit neuem Personal nicht stoppen. Nachdem die HSV-Bosse um Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer zuletzt vehement den Einsatz der Neuzugänge gefordert hatten, krempelte Slomka sein Team im Vergleich zur desolaten Vorstellung gegen Paderborn (0:3) gehörig um. Gleich sieben Sommertransfers standen in der Startelf, zudem verbannte Slomka den ehemaligen Nationaltorwart René Adler auf die Bank.

Doch auch dies nutzte nichts. Der HSV, der seit dem 27. Oktober 2013 (3:0 beim SC Freiburg) auf einen Auswärtssieg wartet, hatten gegen die quirligen Niedersachsen kaum etwas zu melden. Während Hannover von Beginn an mutig nach vorn marschierte und bissig in die Zweikämpfe ging, agierte der HSV meist zu zaghaft und zeigte in der neu formierten Abwehr immer wieder Unsicherheiten. Vorne wurden selbst beste Gelegenheiten nicht genutzt.

Fast zwangsläufig gingen die Gastgeber bereits in der der Anfangsphase in Führung. Nachdem Torjäger Joselu zunächst zwei Mal verpasste (1. und 3.), wuchtete Andreasen eine Maßflanke von Miiko Albornorz per Kopf in die Maschen. Knapp zehn Minute später stand Sobiech goldrichtig. Der Pole verwerte eine mustergültige Vorabeit des agilen Joselu aus kurzer Distanz.

Fortan kamen die Gäste vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften HDI-Arena zwar besser ins Spiel, doch im Abschluss präsentierten sie sich erschreckend schwach. Noch vor der Pause vergaben die Neuzugänge Julian Green und Lewis Holtby eine Doppelchance (35.) zum Anschlusstreffer, nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel schoss Nicolai Müller völlig freistehend am Tor vorbei.

In der Folge war es mit der Hamburger Herrlichkeit aber schon wieder vorbei. Hannover übernahm erneut das Kommando und drängte auf das 3:0. Die beste Gelegenheit verpasste 96-Kapitän Christian Schulz, als HSV-Keeper Jaroslav Drobny seinen 20-Meter-Schuss aus dem Winkel kratzte (63.). Die größte Hamburger Chance vergab kurze Zeit später der eingewechselte Artjoms Rudnevs, der aus fünf Metern kläglich über das Tor zielte (66.).

Beste Spieler bei den starken Hausherren waren Joselu, Verteidiger Schulz und Torschütze Andreasen. Bei den Hamburgern konnte kein Akteur nachdrücklich überzeugen.

© 2014 SID

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