Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
DFB-Frauen verpassen WM-Bronze

Fußball DFB-Frauen verpassen WM-Bronze

Die deutschen Fußballerinnen haben bei der WM in Kanada das erhoffte Happy End verpasst. Im kleinen Finale unterlag die im Abschluss zu schwache Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid dem Überraschungsteam aus England mit 0:1 (0:0) nach Verlängerung und kassierte im 21. Duell mit den "Three Lionesses" die erste Niederlage.

Voriger Artikel
Neid rotiert: DFB-Frauen mit fünf Neuen im kleinen Finale
Nächster Artikel
Messis Titeltraum zerstört ? Chile triumphiert erstmals bei Copa América

DFB-Frauen verpassen WM-Bronze

Quelle: Von Jana LANGE und Nikolas SCHMITZ / SID-IMAGES/AFP

Edmonton. Bei der Abschiedsvorstellung von DFB-Kapitänin Nadine Angerer, die nach fast 20 Jahren und 146 Länderspielen letztmals im DFB-Trikot auflief, erzielte Fara Williams (108., Foulelfmeter) den entscheidenden Treffer der Engländerinnen.

Vor 21.483 Zuschauern im Commonwealth-Stadium überraschte Neid, die sich nach dem Halbfinal-Aus gegen die USA (0:2) harscher öffentlicher System-Kritik des Frankfurter Bundesliga-Trainers Colin Bell ausgesetzt sah, in ihrem letzten WM-Spiel mit einer 4-4-2-Variante. Zudem durften im Vergleich zum USA-Spiel gleich fünf frische Kräfte mitwirken.

Zwei von ihnen sorgten nach nur 35 Sekunden schon für die erste deutsche Chance. Nach einer Flanke von Sara Däbritz zwang Lena Petermann Englands Torfrau Karen Bardsley zur ersten Rettungstat, acht Minuten später klärte Englands Kapitänin Steph Houghton einen Kopfball von Bianca Schmidt vor der Linie in höchster Not. Auf der Gegenseite war Angerer, die auch noch auf die Auszeichnung als beste WM-Torhüterin hoffen darf, bei einem Schuss von Houghton nach einer Ecke auf dem Posten (12.).

Die deutsche Mannschaft, die ohne die verletzten Mittelfeldspielerinnen Dzsenifer Marozsan und Lena Lotzen auskommen musste, bestimmte weitgehend das Spielgeschehen. Vor allem U20-Weltmeisterin Däbritz sorgte dabei für Wirbel. Nach Ballgewinnen im Mittelfeld schaltete der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister zwar gut um, zeigte sich gegen robuste Engländerinnen im letzten Angriffsdrittel aber erneut zu unpräzise.

Nach der Pause brachte Neid Melanie Leupolz für ihre Bayern-Teamkollegin Melanie Behringer. Wieder war es aber die Neu-Münchnerin Däbritz, die für Gefahr sorgte. Nach einer Flanke von Celia Sasic versuchte es die 20-Jährige, die gegen die USA nicht zum Einsatz gekommen war, mit einer Direktabnahme, die aber Bardsley entschärfte (53.). Zu diesem Zeitpunkt hatten die Deutschen ihren Gegner gut im Griff, es haperte aber wieder einmal an der Chancenverwertung.

Tabea Kemmes strammer Distanzschuss (69.) strich ebenfalls knapp am Tor vorbei. Nach einem Stellungsfehler von Saskia Bartusiak brannte es noch einmal im deutschen Strafraum, doch auch Englands Angreiferinnen verloren im Abschluss die Nerven.

In der Verlängerung verursachte Kemme den entscheidenden Elfmeter. Bianca Schmidt vergab aus vier Metern per Kopf die große Chance zum Ausgleich (116.).

Am Sonntag reist der DFB-Tross mit Zwischenstopp in Vancouver nach fünf Wochen in Kanada zurück nach Deutschland. Während der Großteil sich im Urlaub erholen kann, steht für Angerer am Samstag in der US-Liga NWSL gleich das nächste Spiel an. Nach der Saison mit den Portland Thorns hängt die 36-Jährige ihre Fußball-Schuhe dann endgültig an den Nagel.

Beste DFB-Spielerinnen waren Däbritz und Babett Peter, bei England überzeugten Houghton und Lucy Bronze.

 

? 2015 SID

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichtenticker
Die „Recken“ verlieren gegen THW Kiel

Die „Recken“ haben in der Handball-Bundesliga mit 26:27 gegen Rekordmeister THW Kiel verloren.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
26. März 2017 - Norbert Fettback in HAZ-Laufgruppe

Schon 41 und immer noch erstaunlich frisch. Und attraktiv dazu: Der Springe-Deister-Marathon hat sich bei seiner 41. Auflage selbst übertroffen.

mehr