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DFB: Grindel kündigt Strukturreform an

Fußball DFB: Grindel kündigt Strukturreform an

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird nach der Wahl des neuen Präsidenten Reinhard Grindel (54) seine Struktur anpassen. Dies werde in erster Linie die "klare Zuständigkeitsabgrenzung zwischen Haupt- und Ehrenamt" sowie die Einrichtung einer verbandseigenen Ethikkommission umfassen, kündigte Grindel während seiner Wahl-Rede im Frankfurter Congress Center an.

Frankfurt/Main. "Bis zum ordentlichen Bundestag (am 3. und 4. November, d. Red.) müssen wir unsere Satzung anpassen und insbesondere die Vorschrift abschaffen, dass Erledigungen der laufenden Geschäfte Sache des Präsidiums sind. Das ist Aufgabe des Hauptamtes und das werden wir regeln", sagte Grindel: "Dazu wollen wir beim Generalsekretär eine Stabsstelle für Compliance und Controlling einrichten und den Mitarbeiter-Kodex präzisieren. Wo es nötig ist, werden wir unsere Rechts- und Verfahrensordnung verschärfen."

Der DFB wolle "der erste nationale Fußball-Verband" der Europäischen Fußball-Union (UEFA) sein, "der eine eigene Ethikkommission hat und wir wollen unsere Revisionsstelle stärken", sagte der neue DFB-Boss: "Wir müssen die Entscheidungsprozesse im DFB straffen und stärker für eine klare Trennung zwischen dem ideellen Bereich und unseren wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben sorgen. Durch die Veröffentlichung unseres jährlichen Finanzberichts stellen wir mehr Transparenz in unserer Verbandsarbeit her."

Die wirtschaftlichen Aktivitäten des weltgrößten Fußballverbandes sollen künftig in einer Tochtergesellschaft gebündelt werden, in der ein ehrenamtlicher Aufsichtsrat die Aktivitäten der Geschäftsführung kontrolliert. "Einheit des Fußballs heißt auch, dass wir unsere internationalen Aktivitäten viel besser abstimmen, weil im Ausland der 'deutsche Fußball' auftritt und auch hier nicht zwischen DFB und DFL (Deutsche Fußball Liga, d. Red.) differenziert wird. Hier gilt besonders: gemeinsam sind wir stärker!"

Der Grundlagenvertrag mit der Liga stehe deshalb ebenso auf der Agenda. "Wo dies im Interesse der Liga notwendig ist, werden sich die Amateurverbände vertretbaren Anpassungen der Spielplangestaltung nicht widersetzen. Das gilt auch für unsere Diskussionen um den DFB-Pokal", sagte Grindel: "Hier werden wir eine Lösung finden, die den berechtigten Interessen der Liga, die internationale Vermarktung auszuweiten, ebenso Rechnung trägt, wie dem Wunsch der Amateure, dass es bei der Attraktivität des DFB-Pokals bleibt und die ergibt sich eben auch aus den Partien 'Klein' gegen 'Groß'. Wenn wir uns zur Einheit des Fußballs bekennen, dann sollten wir diese 'Feiertage der Einheit des Fußballs' nicht gefährden."

© 2016 SID

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