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DFB-Team: Kießling hat keine großen Hoffnungen

Fußball DFB-Team: Kießling hat keine großen Hoffnungen

Bundesliga-Torschützenkönig Stefan Kießling von Bayer Leverkusen macht sich keine großen Hoffnungen auf eine Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unter Chefcoach Joachim Löw.

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DFB-Team: Kießling hat keine großen Hoffnungen

Quelle: FIRO

Leverkusen. "Der Bundestrainer hat klar gesagt, dass er bei der WM oder in Testspielen nicht auf mich setzt. Ich soll höchstens eine Rolle spielen, wenn mal Not am Mann ist", sagte Kießling dem Nachrichten-Magazin Focus.

Der 29-Jährige bevorzugt es, mit seiner Frau und seinen beiden Kindern die Freizeit zu genießen. Dabei waren seine Erlebnisse bei der WM 2010 in Südafrika offenbar prägend für Kießling. "Dort wurde schnell klar, dass ich keine Chance auf einen Einsatz habe und kein Vertrauen genieße", betonte der Blondschopf, "ich absolvierte vier Wochen Vorbereitung, sah meine Familie nur zwei Tage und war noch einen weiteren Monat dort unten." Anschließend habe er einen Sportpsychologen zu Rate ziehen müssen, um wieder auf seine Fähigkeiten zu vertrauen, schreibt der Focus.

Der Bayer-Star verteidigt außerdem seinen Spielertyp als klassischer Keilstürmer. "Klassische Neuner wie mich wird der Fußball immer brauchen", äußerte Kießling. Es gebe genug Spiele, in denen es spielerisch nicht laufe: "Dann muss eine Mannschaft auch mal mit langen Bällen agieren und über einen Angreifer verfügen, der die Bälle sicher verarbeitet, verlängert oder mit dem Kopf verwertet."

Kießling nahm auch nochmals zu seinem Phantomtor in Sinsheim gegen Hoffenheim und dem folgenden Spießrutenlauf Stellung. "Ich will gar nicht groß an den Selbstmord von Robert Enke oder den Suizidversuch von Schiedsrichter Babak Rafati erinnern, aber ich habe mich nach meinem Phantomtor schon gefragt, mit welchem Recht manche Fans, Kollegen und Reporter Äußerungen über mich von sich geben", sagte der Bayer-Torjäger: "Das ging weit über das Erträgliche hinaus."

Geärgert hat sich Kießling auch über die Aussage von Salzburgs Sportdirektor Ralf Rangnick. "Ralf Rangnick nannte mich einen 'Lügner'", äußerte Kießling. Dabei habe Rangnick selbst vor Kurzem noch ein Burn-out gehabt. Er "müsste wissen, wie man sich gerade in einer Phase, in der es einem schlecht geht, anfühlt, wenn man ungerecht angefeindet wird".

© 2013 SID

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