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Drei Tore in sechs Minuten: Schalke bricht den Bann

Fußball Drei Tore in sechs Minuten: Schalke bricht den Bann

Mit drei Toren in spektakulären sechs Minuten haben die Fehlstarter von Schalke 04 den Bann gebrochen: Nach fünf Pleiten in Folge beendeten die Königsblauen mit einem 4:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach ihre Negativserie und gaben mit dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga den letzten Tabellenplatz an den Hamburger SV ab.

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Drei Tore in sechs Minuten: Schalke bricht den Bann

Quelle: Von Thomas LIPINSKI / SID-IMAGES

Gelsenkirchen. Ein umstrittener Foulelfmeter, den Eric Maxim Choupo-Moting verwandelte (52.), machte den Anfang. Vier Minuten später erzielte Rekordeinkauf Breel Embolo sein erstes Tor für die Gelsenkirchener, dann legte Leon Goretzka das vorentscheidende 3:0 nach (58.). Damit überbot die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl innerhalb kürzester Zeit die Ausbeute der ersten fünf Spiele, in denen sie nur zweimal getroffen hatte. Kurz vor Spielende erhöhte Embolo sogar noch auf 4:0 (83.).

Der Knoten vor 62.271 Zuschauern platzte, nachdem Schiedsrichter Sascha Stegemann zum Entsetzen der Gladbacher nach einem Zweikampf zwischen Ibrahima Traoré und Coupo-Moting auf Strafstoß entschieden hatte. Plötzlich spielten die Königsblauen wie entfesselt auf. Embolo, für 22,5 Millionen Euro vom FC Basel verpflichtet und bis dato noch ein Fremdkörper im Schalker Spiel, verwertete eine Vorarbeit von Sead Kolasinac überlegt zu seinem ersten Bundesliga-Tor. Zwei Minuten später leitete der 19-Jährige mit einem öffnenden Pass den dritten Schalker Treffer ein, bei seinem zweiten Treffer schob er den Ball nach starker Einzelleistung ins leere Tor.

Gladbach, am 18. März das letzte Bundesliga-Team, das auf Schalke verloren hatte, unterstrich erneut seine Schwäche in fremden Stadien. Von den letzten 14 Auswärtsspielen gewann die Mannschaft von André Schubert nur eines.

Nach der ständigen Rotation in den vergangenen Englischen Wochen hatte Weinzierl diesmal auf große Veränderungen verzichtet. Lediglich Max Meyer musste im offensiven Mittelfeld seinen Platz für Choupo-Moting räumen. Schubert tauschte dagegen nach dem 1:2 gegen den FC Barcelona in der Champions League sein Personal auf vier Positionen - nicht ganz freiwillig: Offensivstar Raffael fehlte wegen eines Muskelfaserrisses. Draußen saß überraschend zunächst auch Lars Stindl.

Schalke bemühte sich mit dem 3:1 in der Europa League gegen RB Salzburg im Rücken um die Spielkontrolle. Die Königsblauen eroberten im Mittelfeld zwar viele Bälle, doch das Umschalten auf Offensive klappte nicht wie gewünscht. Embolo, der erneut für den erkrankten Torjäger Klaas-Jan Huntelaar stürmte, hatte viele unglückliche Aktionen. Einzig Alessandro Schöpf kam zu einer Torchance, doch mit dem Schuss des Österreichers hatte Gladbachs Torhüter Yann Sommer keine Probleme (12.).

Die Gäste hielten sich zunächst zurück und warteten auf Fehler der Schalker. Die zogen sich nach Ballverlusten aber sofort zurück und ließen wenig Raum für Konter. So blieben Niveau und Tempo vor der Pause niedrig und Torszenen selten. Weinzierl litt vor der Schalker Bank still, Schubert gestikulierte wild. Nur einmal wurde es erstmals gefährlich für die Königsblauen: Nach einem Kopfball von Yannik Vestergaard klärte Schöpf auf der Linie (41.).

Schubert hatte zur Halbzeit genug gesehen und brachte zum Wiederanpfiff mit Stindl für Vestergaard eine weitere Offensivkraft. Doch der Schuss ging nach hinten los. Nach dem Elfmeter brach die Gladbacher Abwehr innerhalb weniger Minuten völlig auseinander.

© 2016 SID

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