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"EnkeApp" soll Depressiven helfen: "Robert konnten wir nicht retten - Dich schon"

Fußball "EnkeApp" soll Depressiven helfen: "Robert konnten wir nicht retten - Dich schon"

Die Robert-Enke-Stiftung und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollen depressive Menschen mittels einer neuen App unterstützen. Unter dem Motto "Robert konnten wir nicht retten.

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"EnkeApp" soll Depressiven helfen: "Robert konnten wir nicht retten - Dich schon"

Quelle: PIXATHLON/SID-IMAGES

Hannover. Dich schon" bietet die kostenlose Anwendung für mobile Endgeräte ein weitreichendes Hilfsangebot auch für Angehörige, Informationen zum Krankheitsbild oder umfassende Einblicke in die Stiftungsarbeit.

Die "EnkeApp" wurde am Montag im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland (Dienstag, 20.45 Uhr/RTL) in Hannover vorgestellt. Im Mittelpunkt ihres Menüs steht eine SOS-Funktion, über die der Nutzer schnellstmöglich Hilfe erhalten kann. Außerdem gibt es einen "Moodtracker", über den Erkrankte über Tage und Wochen ein Stimmungsbild erstellen können.

"Wir wollen erreichen, dass viele Menschen schnell Hilfe bekommen können und dass es auch und gerade im Sport kein Tabu mehr ist, sich helfen zu lassen", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel, der dem Kuratorium der Stiftung angehört. Betroffene sollten wissen, "dass sie mit der Krankheit nicht alleine bleiben müssen", betonte er.

Die Stiftungsvorsitzende Teresa Enke, Witwe des ehemaligen Nationaltorhüters Robert Enke, meinte: "Wir möchten die Menschen aus der Isolation, aus der Verunsicherung holen und ihnen ein Hilfsangebot geben." Das "Daddeln mit dem Smartphone" könne so "etwas Sinnvolles haben", sagte sie.

Nationaltorhüter Enke hatte sich im November 2009 das Leben genommen. Wegen Depressionen war er zuvor mehrfach in psychiatrischer Behandlung gewesen. Teresa Enke betonte, es sei für sie "etwas ganz Besonderes", nun diese App vorstellen zu dürfen. "Es werden viele Erinnerungen wach, wenn ich das Blitzlichtgewitter höre", sagte sie angesichts des nahenden Jahrestags des Todes ihres Mannes, "es ist viel Zeit vergangen, mir geht es Gott sei Dank wieder gut."

© 2016 SID

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