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Webb muss Luxusgüter für Kaution verkaufen

Ex-FIFA-Vizepräsident Webb muss Luxusgüter für Kaution verkaufen

Häuser, Autos, elf Luxus-Uhren und die Juwelen seiner Frau: Um die Kaution von zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet 9,185 Millionen Euro) aufbringen zu können, musste die Familie des ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Jeffrey Webb (Kaimaninseln) ihr persönliches Eigentum hergeben.

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Um seine Kaution zu bezahlen, musste Jeffrey Webbs Familie zahlreiche Luxusgüter verkaufen.

Quelle: dpa

New York. Neu veröffentlichte Dokumente zeigen, dass der am Mittwoch aus der Schweiz in die USA ausgelieferte Webb Gegenstände, wie den Range Rover seiner Frau Kendra Gamble-Webb, als Kaution geltend machte.

Webb hatte am Samstag vor einem Bundesgericht in Brooklyn in einer ersten Anhörung auf nicht schuldig plädiert. Der 50-Jährige gehörte zu den sieben Ende Mai vor dem Kongress des Fußball-Weltverbandes FIFA in Zürich verhafteten Funktionären, er war allerdings der einzige, der sich nach Angaben des Schweizer Bundesamtes für Justiz mit seiner Überstellung an die US-Justiz einverstanden erklärt hat.

Um die saftige Kaution zu bezahlen, schickte Webb dem FBI zudem elf Luxus-Uhren, darunter vier Rolex, eine Cartier, eine Breitling, eine Hublot und zwei Luminor. Seine Frau verabschiedete sich von einem Diamantarmband, einer Perlenkette und anderen teuren Juwelen. Webb musste zudem seine Pässe an das FBI abgeben und muss sich in einem Radius von 32 km rund um das Bundesgericht aufhalten.

Webb wird von der US-Justiz wie acht weitere Topfunktionäre aus Gremien der FIFA, der CONCACAF oder des CONMEBOL (Südamerika) und fünf Vermarkter wegen Beteiligung an Verschwörung, Betrug, Bestechung und Geldwäsche angeklagt.

Der ehemalige Bankier hatte 2012 in der CONCACAF seinen ebenfalls angeklagten Vorgänger Jack Warner (Trinidad und Tobago) als Präsident abgelöst und gehörte seit dem gleichen Jahr auch der FIFA-Exekutive an. Bis zu seiner Festnahme in Zürich galt Webb auch als ein "Lieblingszögling" des Schweizer FIFA-Bosses Joseph S. Blatter.

Neben Webb hatte die Schweizer Polizei am 27. Mai auch FIFA-Vizepräsident Eugenio Figueredo (Uruguay), Costas Ricas Verbandschef Eduardo Li, Nicaraguas früheren Fußball-Boss Julio Rocha, Warners britischen Ex-Attaché Costas Takkas, den venezolanischen Verbandsboss Rafael Esquivel und Brasiliens früheren Verbandspräsidenten José Maria Marin auf US-Antrag festgenommen. In der vergangenen Woche hatten die USA die Auslieferung der sieben Inhaftierten offiziell beantragt.

SID

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