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FIFA-Skandal: Hörmann fordert Blatter-Rücktritt

Fußball FIFA-Skandal: Hörmann fordert Blatter-Rücktritt

DOSB-Präsident Alfons Hörmann (55) fordert im Zuge des FIFA-Skandals den sofortigen Rücktritt des FIFA-Bosses Joseph S. Blatter (79) und setzt hinter die Zukunft von UEFA-Chef Michel Platini ein dickes Fragezeichen.

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FIFA-Skandal: Hörmann fordert Blatter-Rücktritt

Quelle: JUNG YEON-JE / STF / SID-IMAGES/AFP

Frankfurt/Main. "Ich bin der Meinung, dass nun schnell gehandelt werden muss und eine Änderung an der Spitze der FIFA sofort notwendig ist", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Sport Bild.

Dabei reiche es "nicht mehr, dass Blatter seinen bereits angekündigten Rücktritt im Februar 2016 vollendet". Gegen Blatter wurde in der vergangenen Woche ein Strafverfahren eröffnet. Platinis Name tauchte in der dazugehörenden Presseerklärung in Verbindung mit einer Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken auf, die der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) Anfang 2011 von Blatter erhalten hatte - laut Schweizer Bundesanwaltschaft treuwidrig.

"Im Fall von Platini ist es aus unserer Sicht nötig, eine schnelle, umfassende und stimmige Begründung zu bekommen, dass die Zahlungen sowohl juristisch haltbar als auch moralisch vertretbar sind", sagte Hörmann: "Sie muss klar dokumentieren, dass eine entsprechende Leistung dagegensteht. Wenn die Vorwürfe nicht in kürzester Zeit ausgeräumt werden können, sehen wir die Notwendigkeit eines kompletten personellen Neubeginns an der FIFA-Spitze."

Platini bekräftigte bereits die Rechtmäßigkeit der Zahlung, er habe sie für seine Beratertätigkeit bei der FIFA (1999 bis 2002) nur mit Verspätung erhalten. Der 60-Jährige will weiter als Präsidentschaftskandidat antreten, der Nachfolger des scheidenden Blatter wird Stand jetzt am 26. Februar 2016 gewählt.

"Die ominöse Zahlung an Platini muss lückenlos aufgeklärt werden. Es ist niemandem verständlich zu machen, dass eine Dienstleistung, die zwischen 1999 und 2002 erbracht worden sein soll, erst 2011 bezahlt worden ist", sagte Willi Lemke, Sonderbotschafter Sport bei den Vereinten Nationen (UN): "Es darf auch nicht ansatzweise ein Verdacht gegen Platini übrigbleiben, sonst steht das nächste Beben bevor."

Dem 69-Jährigen "wäre es am liebsten, wenn ein hochqualifizierter Topmanager - ob Mann oder Frau - ohne FIFA-Vergangenheit, der einen tadellosen Leumund hat, weiß, wie man einen Laden führt und den Fußball liebt, neuer FIFA-Präsident wird", sagte er: "Es wäre doch furchtbar, wenn es bei der FIFA so weitergeht, weil einer aus dem Kreis genommen wird, der stark belastet ist."

 

 

 

 

? 2015 SID

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