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FIFA-Skandal: Li an USA ausgeliefert - Figueredo wohl nach Uruguay

Fußball FIFA-Skandal: Li an USA ausgeliefert - Figueredo wohl nach Uruguay

Der costa-ricanische Fußball-Funktionär Eduardo Li ist im Zuge des FIFA-Skandals am Freitag wie erwartet von der Schweiz an die USA ausgeliefert worden. Dies bestätigte das Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ).

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FIFA-Skandal: Li an USA ausgeliefert - Figueredo wohl nach Uruguay

Quelle: RODRIGO ARANGUA / SID-IMAGES

Zürich. Der frühere Präsident seines Heimatverbandes wurde in Zürich von zwei US-amerikanischen Polizeibeamten übernommen und auf dem Flug nach New York begleitet, vor Gericht plädierte Li in 19 Anklagepunkten auf nicht schuldig. Li war am 27. Mai 2015 aufgrund eines US-Verhaftungsersuchens in Zürich festgenommen worden. Am 29. September verfügte das Bundesamt für Justiz (BJ) seine Auslieferung an die USA.

Nachdem Li seine beim Bundesstrafgericht eingereichte Beschwerde gegen den Auslieferungsentscheid des BJ am 11. Dezember zurückgezogen hatte, konnte das BJ den Vollzug der Auslieferung veranlassen.

Die US-Justiz muss möglicherweise aber auch einen Rückschlag verkraften. Der in Zürich in Auslieferungshaft sitzende EX-FIFA-Vizepräsident Eugenio Figueredo wird offenbar an sein Heimatland Uruguay ausgeliefert.

Verhaftet worden war der 83-Jährige, der gesundheitlich schwer angeschlagen sein soll, am 27. Mai zusammen mit sechs weiteren Funktionären des Fußball-Weltverbandes aufgrund von US-Haftersuchen. Uruguay hatte im Anschluss beim BJ auch eine Auslieferung beantragt, der Figueredo selbst zugestimmt hatte. Das BJ bewilligte die vereinfachte Auslieferung an Uruguay, allerdings unter dem Vorbehalt der Frage der Priorität, die auch dem US-Auslieferungsersuchen zuerkannt werden könnte.

"Es ist offiziell, die Schweizer Behörden haben der Auslieferung zugestimmt", sagte der Uruguayer Staatsanwalt Juan Gomez der Nachrichtenagentur AFP, bevor sich das BJ geäußert hatte.

Figueredo ist ehemaliger Präsident des Kontinentalverbandes für Südamerika CONMEBOL. Ihm wird in den USA vorgeworfen, sein Amt zur persönlichen Bereicherung missbraucht zu haben. Er soll bei der Vergabe von Marketingrechten an ein US-Sportvermarktungsunternehmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe entgegengenommen haben.

© 2015 SID

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