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FIFA kooperiert: Weltverband gewährt Einsicht in Valcke-Mails

Fußball FIFA kooperiert: Weltverband gewährt Einsicht in Valcke-Mails

Der Fußball-Weltverband FIFA kooperiert im Fall um seinen suspendierten Generalsekretär Jerome Valcke (Frankreich) mit den Schweizer Ermittlern. Wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstagabend mitteilte, hat die FIFA den Ermittlern wie gefordert Einsicht in alle Email-Accounts von Valcke gewährt.

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FIFA will kooperieren: Einsicht in Valcke-Mails "unter bestimmten Voraussetzungen"

Quelle: SEBASTIEN BOZON / STR / SID-IMAGES/AFP

Zürich. Zudem begrüßte die Bundesanwaltschaft die Tatsache, "dass die FIFA aus eigener Initiative die Emails von Jérôme Valcke seit Mai 2015 der Bundesanwaltschaft überbracht hat." Zuvor hatte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt, dass die FIFA die Einsicht nur "unter bestimmten Voraussetzungen" gewähren wolle.

Andre Marty, Sprecher des Schweizer Bundesanwalts Michael Lauber, wollte die hierfür von der FIFA geforderten Bedingungen zunächst aber nicht näher erläutern, bestätigte allerdings, dass Lauber zuvor Einsicht in die Konten gefordert hatte.

Der scheidende FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte in seiner wöchentlichen Kolumne im Magazin "FIFA Weekly" versprochen, dass der Weltverband das Vorgehen der US- und Schweizer Behörden weiterhin unterstützen wolle, "egal wie nahe uns die Ermittlungen kommen. Das ist der schwierige Weg, dem wir folgen müssen, wenn wir es mit dem Wandel ernst meinen."

Valcke war am vergangenen Donnerstag nach achtjähriger Amtszeit als FIFA-"General" von seinen Aufgaben entbunden worden. Nur Stunden zuvor hatten Mitarbeiter einer Züricher Ticketing-Agentur öffentlich erklärt, der 54-Jährige habe in seiner FIFA-Funktion bei Verhandlungen über Verträge in Zusammenhang mit den WM-Endrunden von 2010 bis 2022 persönliche Gewinnbeteiligungen in Millionenhöhe ausgehandelt. Valcke, der auch nach Angaben der Belastungszeugen letztlich kein Geld erhalten haben soll, weist sämtliche Anschuldigungen bislang zurück und hat sich an einen unbekannten Ort zurückgezogen.

Bereits nach der Eskalation des FIFA-Skandals Ende Mai hatte Valcke seinen Abschied spätestens nach der Wahl eines Nachfolgers für Blatter im Februar 2016 angedeutet. Zuvor war die Nummer zwei der FIFA-Hierarchie im Zusammenhang mit Südafrikas Bewerbung um das WM-Turnier 2010 durch eine Zehn-Millionen-Dollar-Anweisung in die Karibik in die Kritik geraten.

Intern soll Valcke kurz darauf und damit auch vor Veröffentlichung der neuen Vorwürfe gegen seine Person den Wunsch geäußert haben, die FIFA möglichst zeitnah verlassen zu können, und als Gegenleistung einen Millionen-Bonus und den FIFA-Verzicht auf mögliche Strafverfolgung verlangt.

? 2015 SID

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