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Fragen und Antworten zum Gerichtsprozess Müller vs FSV Mainz 05

Fußball Fragen und Antworten zum Gerichtsprozess Müller vs FSV Mainz 05

Die 4. Kammer des Landesarbeitsgerichtes Rheinland-Pfalz hatte im Berufungsverfahren zwischen Ex-Keeper Heinz Müller und dem FSV Mainz 05 am Mittwoch entschieden, dass befristete Arbeitsverträge im Profifußball weiter zulässig sind.

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Fragen und Antworten zum Gerichtsprozess Müller vs FSV Mainz 05

Quelle: Cathrin Mueller / PIXATHLON/SID-IMAGES

Mainz. er zulässig sind. Damit wurde das erstinstanzliche Urteil des Arbeitsgerichtes Mainz vom März 2015 aufgehoben.

Ist das neue Urteil endgültig?

Nein. Die Müller-Seite kann binnen vier Wochen nach der Zustellung des kompletten schriftlichen Urteils Revision einlegen. Sollte sie das tun, würde der Streit zwischen dem ehemaligen Bundesliga-Torhüter und seinem Ex-Klub vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt in die nächste Runde gehen. Die letzte Instanz wäre dann der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Dieser könnte den Fall theoretisch wieder an ein nationales Gericht "zurückgeben". Der Fall könnte sich unendlich hinziehen und zu einer "Hängepartie" werden.

Wie wahrscheinlich ist eine Revision?

Schwer zu sagen. Müller-Anwalt Horst Kletke hatte nach dem Richterspruch am Mittwoch betont, dass man gegenüber dem FSV weiterhin gesprächsbereit sei. Will heißen: Eine Einigung zwischen den Parteien ist immer noch möglich. Es wäre so etwas wie ein Deal: Müller verzichtet auf Revision, dafür bekommt er vom FSV zumindest einen Teil seiner geforderten Prämien-Nachzahlung von 261.000 Euro. Nach dem jüngsten Urteil würde Müller (37) leer ausgehen.

Ist es ein "gutes" Urteil?

Sieht so aus. In punkto befristete Verträge im Profifußball bleibt vorerst alles beim Alten. Eine personelle Fluktuation in den Klubs scheint weiterhin gewährleistet. Eine Chance auch für junge Spieler. Der Vorsitzende Richter Michael Bernardi meinte sogar, dass den Fans in punkto Kaderzusammenstellung ihrer Vereine ein gewisses "Abwechslungsbedürfnis" zustehe.

Hätte es auch anders ausgehen können?

Oh ja. Das Landesarbeitsgericht hätte theoretisch die erstinstanzliche Entscheidung bestätigen - und danach keine Revision mehr zulassen können. Das hätte erst einmal bedeutet: Die Zulässigkeit unbefristeter Arbeitsverträge im Fußball wäre bindend gewesen. Und die Folgen für den Profisport unabsehbar. (SID)

© 2016 SID

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