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Fragen und Antworten zum neuen TV-Vertrag der Deutschen Fußball Liga (zusammengestellt vom SID)

Fußball Fragen und Antworten zum neuen TV-Vertrag der Deutschen Fußball Liga (zusammengestellt vom SID)

Die DFL hat die nationalen TV-Rechte für den Zyklus von 2017/18 bis 2020/21 für die Rekordsumme von 4,64 Milliarden Euro (pro Saison: 1,159 Milliarden Euro) verkauft.

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Fragen und Antworten zum neuen TV-Vertrag der Deutschen Fußball Liga (zusammengestellt vom SID)

Quelle: firo Sportphoto/Fabian Simons / firo Sportphoto/SID-IMAGES

Frankfurt/Main. e Rekordsumme von 4,64 Milliarden Euro (pro Saison: 1,159 Milliarden Euro) verkauft. Zusammen mit den internationalen Rechten könnten die Einnahmen auf über 6 Milliarden Euro steigen. National bedeutet das eine Steigerung von rund 85 Prozent - für die Fans ändert sich zudem recht wenig.

Was bedeutet der Vertrag für die Vereine?

Die 36 Profi-Klubs haben künftig deutlich mehr Spielraum. In der Bundesliga fließen in der kommenden Saison "nur" 835 Millionen Euro - vielen war das auch mit Blick auf den Multi-Milliarden-Deal in der englischen Premier League zu wenig. Jetzt können die Klubs bald selber mehr ausgeben, oder zumindest etwas besser verhindern, dass ihre Profis dem Lockruf des Geldes folgen und auswandern. Spannend wird die Verteilungsfrage, die bei der DFL nach der Sommerpause beantwortet werden soll.

Was ändert sich für die Zuschauer?

Für die, die nichts zahlen: So gut wie nichts. Sowohl die ARD mit der Sportschau, das ZDF mit dem Aktuellen Sportstudio und Sport1 mit dem Doppelpass bleiben die Free-TV-Partner der DFL. Noch offen ist die Vergabe von zwei Paketen. Eines umfasst eine Zusammenfassung von allen Bundesligaspielen am Montagabend, das andere Bilder von der 2. Liga am Freitag und Sonntag. Wer alle Spiele live sehen will, braucht künftig neben der Sky-Karte ein zweites Abonnement - 43 Bundesligaspiele laufen künftig im Pay-TV-Bereich von Eurosport/Discovery.

Welche Spiele sind das?

Der neue DFL-Partner zeigt alle Freitagsspiele (20.30 Uhr), die jeweils fünf neuen Ausweichspiele am Sonntag (13.30 Uhr) und Montag (20.30 Uhr), die Relegation zur Bundesliga und zur 2. Liga sowie den Supercup. Das Bundeskartellamt hatte genau das gefordert: Dass nicht nur ein Anbieter alle Spiele live zeigt.

Was bedeutet das für den bisherigen "Monopolisten"?

Für Sky ist der Verlust der 43 Bundesliga-Spiele das kleinstmögliche Übel. Hätte der Münchner Sender alle Live-Pakete gekauft, wären die Internet-Rechte (bislang Sky Go) verloren gegangen, die künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen werden. Welche Gebühren Sky und Eurosport erheben, ist noch offen.

Wer zeigt noch Bewegtbilder im Internet?

Online ist ebenfalls ein neuer "Player" im Spiel. Die in London ansässige Perform-Group (spox.com, sportal.de und goal.com) sicherte sich das Recht, Spielzusammenfassungen ab 40 Minuten nach dem Abpfiff zu zeigen - also früher als in der Sportschau. Allerdings könnte das Angebot am Ende Geld kosten.

Und wer nur hören will?

Die Zuhörer können weiterhin das öffentlich-rechtliche Radio einschalten, die ARD behält die Audio-Rechte. Im Internet überträgt der US-Riese Amazon, der zum ersten Mal die Rechte an einer großen Fußballliga erwarb und damit einen Fuß in der Tür hat.

© 2016 SID

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