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Frauenfußball: Wolfsburg legt vor Top-Spiel Beschwerde gegen Schiedsrichterin ein

Fußball Frauenfußball: Wolfsburg legt vor Top-Spiel Beschwerde gegen Schiedsrichterin ein

Vor dem Top-Spiel der Frauenfußball-Bundesliga zwischen Vize-Meister VfL Wolfsburg und dem Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt am Sonntag (14.00 Uhr) hat der VfL Beschwerde gegen die Ansetzung der Schiedsrichterin Christine Baitinger (Darmsheim) eingelegt.

Wolfsburg. "Das ist eine äußerst fragwürdige Ansetzung angesichts der Leistungen der Vergangenheit", sagte VfL-Cheftrainer Ralf Kellermann am Donnerstag.

Man habe die Bedenken dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) schriftlich mitgeteilt, weil sich der Verein unter anderem im Liga-Hinspiel bei Meister Bayer München (0:1) durch eine Fehlentscheidung Baitingers benachteiligt sah. Auch im DFB-Pokal-Achtelfinale 2013/14 beim 1. FFC Frankfurt (0:1) habe die erfahrene Unparteiische mehrere massive Fehlentscheidungen getroffen.

"Es war noch nie so, dass Vereine Einfluss auf die Ansetzungen von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern nehmen können. Und das wird sich auch nicht ändern. Zudem ist es bedenklich, wenn sich Vereinsvertreter im Vorfeld eines Spiels so massiv negativ über eine Schiedsrichterin äußern, mit Respekt und Fair Play hat das nicht viel zu tun", sagte DFB-Vize-Präsident Ronny Zimmermann auf SID-Anfrage.

Kellermann kann im wegweisenden Duell um die Champions-League-Qualifikation zwar personell fast auf dem Vollen schöpfen, ist selbst aber angeschlagen. Der 47-Jährige leidet an einem Bandscheibenvorfall und verbringt viel Zeit in der Reha. "Ich bin optimistisch und gebe alles dafür", sagte Kellermann mit Blick auf seinen Einsatz am Sonntag. Im Notfall vertreten ihn seine Assistenten Britta Carlson und Stephan Lerch.

Während München (41) nach 15 Spieltagen an der Tabellenspitze enteilt ist, kämpfen Wolfsburg (29) und Frankfurt (31) um den zweiten Rang, der das sichere Ticket für die Königsklasse bedeutet. "Die Bedeutung des Spiels ist natürlich extrem hoch, es ist aber kein Endspiel", sagte Kellermann vor dem direkten Duell, stellte aber klar: "Wenn wir gewinnen, haben wir alles in der eigenen Hand. Wenn wir nicht gewinnen, sind wir auf Schützenhilfe angewiesen."

© 2016 SID

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