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Freitag: "Massive Kratzer an Beckenbauers Person" nicht ausgeschlossen

Fußball Freitag: "Massive Kratzer an Beckenbauers Person" nicht ausgeschlossen

In der Affäre um ungeklärte Millionen-Zahlungen bei der Organisation der Fußball-WM 2006 in Deutschland schließt die Bundestags-Sportausschussvorsitzende Dagmar Freitag Konsequenzen für "Lichtgestalt" und WM-Chef Franz Beckenbauer nicht aus.

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Freitag: "Massive Kratzer an Beckenbauers Person" nicht ausgeschlossen

Quelle: CHRISTOF STACHE / STF / SID-IMAGES/AFP

Köln. "Es dauert ja in der Regel lange, bis nationale Helden stürzen. Es ist im Moment nicht ausgeschlossen, dass auch die Person von Franz Beckenbauer massive Kratzer abbekommt", sagte die SPD-Politikerin am Samstag im WDR2-Interview: "Das, was im Vorfeld der WM in Deutschland passiert ist, muss geklärt werden. Da darf auch vor großen Namen nicht haltgemacht werden."

Über Beckenbauer soll nach Angaben von Präsident Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) der frühere adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus 2002 zu einer 6,7-Millionen-Euro-Zahlung für das deutsche WM-Organisationskomitee an den Weltverband FIFA bewegt worden sein. Der "Kaiser" hat demnach im Gegenzug einen Schuldschein auf seine Person unterzeichnet, der 2005 durch eine über die FIFA geleitete OK-Zahlung entwertet worden sein soll. Beckenbauer lehnt derzeit öffentliche Erklärungen zu den Vorgängen sowie seiner Rolle ab. Der frühere Rekordnationalspieler will sich erst gegenüber den externen DFB-Prüfern äußern.

Freitag, die nach eigenen Angaben "ziemlich entsetzt" über die aufgekommenen Korruptionsvorwürfe ist und den "Verdacht der Doppelmoral" im Raum stehen sieht, hält außer für Beckenbauer auch für Niersbach schmerzhafte Folgen der Affäre für möglich. "Ungewiss ist Wolfgang Niersbachs Zukunft als Fußball-Funktionär im Moment auf jeden Fall. Es ist im Moment schwer vorstellbar, dass man aus solch einer Affäre, wenn es sich als solche herausstellt, unbeschadet herauskommen sollte. Aber es wäre falsch, das alleine auf die Person Wolfgang Niersbach zu konzentrieren. Die Diskussion muss da weitergehen."

© 2015 SID

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