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Heldt verteidigt Draxler-Verkauf, Juventus übt Kritik

Fußball Heldt verteidigt Draxler-Verkauf, Juventus übt Kritik

Sportvorstand Horst Heldt hat den umstrittenen Transfer des Fußball-Weltmeisters Julian Draxler von Schalke 04 zum Bundesliga-Konkurrenten VfL Wolfsburg aus finanziellen Gründen verteidigt.

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Heldt verteidigt Draxler-Verkauf: "Teuersten Transfer der Vereinsgeschichte realisiert"

Quelle: firo Sportphoto/Fabian Simons / SID-IMAGES/FIRO

Gelsenkirchen. "Jule ist von null Euro gekommen, wir haben ihn ausgebildet und jetzt für 40 Millionen verkauft", sagte der Manager der Königsblauen dem SID: "Wir haben den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte realisiert."

Allerdings gab Heldt zu, dass der Weggang des 21 Jahre alten Ausnahmetalentes sportlich schmerze. "Es ist ein Qualitätsverlust, das wissen wir", sagte der Ex-Nationalspieler. Auch Trainer André Breitenreiter klagte: "Wir haben unseren besten Spieler verloren, die Qualität ist gesunken."

Dass kein Ersatz verpflichtet wurde, begründete Heldt mit dem Nein des VfB Stuttgart zu einem Wechsel des Serben Filip Kostic nach Schalke. "Wir hauen nicht einfach das Geld so raus", sagte er. Heldt hat - vor allem dank des Draxler-Verkaufs - in der abgelaufenen Transferperiode Einnahmen von rund 50 Millionen Euro generiert und für gut 32 Millionen Euro eingekauft. Der "satte Transferüberschuss" gehe nun zum Teil "in die Schuldentilgung". Der Traditionsklub war Ende 2014 noch immer mit 163,9 Millionen Euro verschuldet.

Unterdessen sparte Sportdirektor Giuseppe Marotta vom Champions-League-Finalisten Juventus Turin nach dem gescheiterten Transfer Draxlers zu den Italiernern nicht mit Kritik. "Bei den Verhandlungen um Draxler gab es objektive Schwierigkeiten, angefangen von den Beziehungen zu Schalke, einem geheimnisvollen Klub, bei dem man nicht weiß, mit wem man verhandeln soll", sagte Marotta laut italienischen Medien und bezeichnete die für das Offensivtalent gezahlte Ablösesumme als "übertrieben".

Marotta weiter: "Wir wussten, dass wir nicht zu einem positiven Ende der Gespräche gelangen würden, sowohl wegen der übertriebenen Geldforderung, als auch wegen des mangelnden Willens des Spielers, nach Turin zu kommen."

 

? 2015 SID

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