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Island flippt aus: Achtelfinale gegen England - Österreich muss nach Hause

Fußball Island flippt aus: Achtelfinale gegen England - Österreich muss nach Hause

Als bei den Isländern alle Dämme brachen, stand ein untröstlicher David Alaba mit leerem Blick auf dem Rasen im Stade de France. Vor der blauen Kurve ging die Post ab, die angeblich kühlen Nordmänner flippten aus, die Spieler tanzten Humba auf dem Rasen.

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Island im Achtelfinale gegen England - Österreich muss nach Hause

Quelle: Von Marco MADER und Thomas NIKLAUS / SID-IMAGES/AFP

Saint-Denis. Auch Alaba und seine Mannschaftskollegen wurden noch beklatscht von ihren Anhängern, aber sie hatten dabei Tränen der Enttäuschung in den Augen.

Island steht kopf - und die blamierten Österreicher müssen kleinlaut "servus" sagen. Mit einem dramatischen 2:1 (1:0), dem ersten EM-Sieg seiner Geschichte, schickte der EM-Neuling die hochgelobten "Burschn" um Alaba auf die Heimreise und darf sich nun auf ein Achtelfinale gegen England freuen. Jón Bödvarsson vom 1. FC Kaiserslautern (19.) und Arnor Ingvi Traustason (90.+4) trafen für Island, Österreich rettete auch das Tor von Alessandro Schöpf nicht (60.).

"Dafür haben wir gekämpft, für unser Land. Ich weiß gar nicht, wie wir das geschafft haben", sagte Islands Kapitän Aron Gunnarsson und ergänzte: "Wir haben Charakter gezeigt und es aufgrund unserer Mentalität geschafft. Wir haben unsere Handballer als Vorbild genommen, die haben das oft gezeigt. Wir wussten, dass wir es schaffen können."

Während der EM-Neuling Island ungeschlagen und mit fünf Punkten als Gruppenzweiter in die K.o.-Runde einzog, erlebte das vor der EM so euphorische Österreich ein Desaster. Aleksandar Dragovic schoss zu allem Überfluss auch noch einen Foulelfmeter (29.) an den Pfosten. In der zweiten Halbzeit versuchte es Rot-Weiß-Rot nach einer Systemumstellung mit dem Mute der Verzweiflung und wilden Angriffen - doch nach dem Treffer von Schöpf hielt Island mit Glück, Geschick und dank Schlussmann Hannes Halldorsson dem weiteren Ansturm stand.

"Wir haben ein blödes Gegentor bekommen, danach standen die Isländer tief. Wir haben nicht die Räume gefunden. Ich habe kleine Erklärung dafür. Es war sehr bitter, dass wir es nicht ins Achtelfinale geschafft haben", sagte Schöpf, der beinahe noch die Wende gebracht hätte. Aber eben nur fast. Österreich ist raus. Mit nur einem Punkt.

Die bislang eher defensiv eingestellten Isländer überraschten vor 65.714 Zuschauern im Stade de France mit einer offensiveren Spielanlage. Die zweite Spielminute war noch nicht vorüber, da zog Johann Gudmundsson aus 30 Metern mit links ab, sein Schuss flog ans Lattenkreuz. Den mehr als 25.000 Österreichern rutschte beinahe das Herz in die Hose, ihre "Burschn" war nervös, leisteten sich Fehler im Spielaufbau.

Island spielte zunächst selbstbewusster, Island spielte geradliniger und beim 0:1 ließ sich Rot-Weiß-Rot dann auch noch an der Nase herumführen. Bei einem der bekannt langen Einwürfe von Kapitän Aron Gunnarsson flitzten die Isländer im Strafraum umher, die Österreicher waren verunsichert, Kari Arnason legte per Kopf auf den Lauterer Bödvarsson ab, der künftige Leverkusener Julian Baumgartlinger passte nicht auf - Tor.

Die Chance zur Wende war für Österreich früh dagewesen, als Ari Skulason im Strafraum Alaba so auffällig am Arm zog und damit am Kopfball hinderte - Elfmeter. Dragovic traf nur den linken Außenpfosten. "Jetzt kann nur noch ein Eigentor helfen", jammerte die Tageszeitung Der Standard in ihrem Live-Ticker.

Trainer Koller entschied, dass nur etwas anderes helfen konnte: alles nach vorne - mit Schöpf und Janko. Österreich klappte das Visier hoch, hatte nichts mehr zu verlieren, drehte auf. Nach zwei Chancen von Schöpf (53./55.) traf der Schalker dann endlich - die Chancen zum Sieg waren danach da. Aber genutzt wurde keine mehr. Stattdessen fing sich Österreich noch einen Konter.

© 2016 SID

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