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Katar: "Gefangener" Belounis erhält Ausreisevisum

Fußball Katar: "Gefangener" Belounis erhält Ausreisevisum

Der in Katar in "Gefangenschaft" geratene französische Fußball-Profi Zahir Belounis hat nach langem Leiden ein Ausreisevisum erhalten und wird am Donnerstag nach Paris zurückkehren.

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Katar: "Gefangener" Belounis erhält Ausreisevisum

Quelle: STR / AFP

Frankfurt am Main. Das bestätigte sein Bruder Mahdi bei Twitter. Belounis bedankte sich vor allem bei den vielen Unterstützern der vergangenen Wochen: "Wenn ich dann draußen bin, dann wegen Eures tollen Engagements und Eurer Unterstützung für Menschenrechte."

"Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit ist für Zahir und seine Familie fast vorüber. Ein Mann und seine Familie sind zum Sinnbild der Bedingungen für 1,3 Millionen Gastarbeiter in Katar geworden", sagte Sharan Burrow, die Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschafts-Bundes (IGB).

Auch die internationale Spielergewerkschaft FIFpro reagierte erleichtert: "Wir sind hoch erfreut, dass Belounis' Qual bald vorbei ist." Der 33-Jährige war im Gastgeberland der WM 2022 mehr als ein Jahr lang Opfer des sogenannten Kafala-Systems. Als Bürge hat Belounis' Verein bei dessen Einreise den Pass bis zum Vertragsende eingezogen. Nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung hatte der Verein die für eine Ausreise nötigen Papiere nicht mehr herausgerückt.

2010 war Belounis zum katarischen Armeeklub Al-Jaish gewechselt und hatte den Verein als Kapitän in die erste Liga geführt. Danach wurde er nicht mehr gebraucht. Sein Vertrag besitzt zwar noch bis 2015 Gültigkeit, Gehalt hatte Belounis aber schon seit Monaten nicht mehr gesehen.

Danach hatte er sich mit Schreiben an den dreimaligen Weltfußballer Zinedine Zidane und an Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola gerichtet, die sich als Botschafter "sicherlich mit guten Absichten", wie Belounis schrieb, für eine WM-Vergabe an das Emirat eingesetzt hatten: "Ich bin ein Opfer und das System in Katar wird mich noch umbringen." Sein Fall hatte zuletzt die internationale Kritik an dem heftig umstrittenen WM-Gastgeber von 2022 noch verstärkt.

© 2013 SID

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