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Koch rechtfertigt Güteantrag und will keine Schlammschlacht

Fußball Koch rechtfertigt Güteantrag und will keine Schlammschlacht

Interimspräsident Rainer Koch verteidigt energisch die Vorgehensweise des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sich in der Affäre um die WM 2006 mögliche Schadenersatzansprüche gegen Franz Beckenbauer und Co.

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Koch rechtfertigt Güteantrag und will keine Schlammschlacht

Quelle: firo Sportphoto/Ralf Ibing / FIRO/SID-IMAGES

Frankfurt/Main. offenzuhalten. Eine öffentliche Schlammschlacht soll und wird es seiner Meinung nach nicht geben.

"Es sind Güteanträge, daraus kann man schon ersehen, dass es unsere Intention ist, jetzt nicht öffentlich gegen einzelne Personen vorzugehen", sagte Koch dem Bayerischen Rundfunk: "Wir möchten gerade nicht, dass jemand in ein falsches Licht gerückt wird, sondern einfach die Vorkehrungen treffen, zu denen wir als Vertreter des gemeinnützigen Verbandes verpflichtet sind."

Am Freitag war publik geworden, dass der DFB bereits Ende 2015 zur Wahrung etwaiger Ansprüche Güteanträge bei der Öffentlichen Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle in Hamburg (ÖRA) gegen Beckenbauer, der das WM-Organisationskomitee geleitet hatte, die damaligen OK-Vizepräsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach, den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie den Beckenbauer-Vertrauten Fedor Radmann gerichtet hatte. Weitere Adressaten sind der Testamentsvollstrecker des inzwischen verstorbenen Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus und der Weltverband FIFA.

Dem DFB, führte Koch weiter aus, dürfe nicht der Vorwurf gemacht werden, "dass wir Ansprüche, die der DFB geltend zu machen hat, nicht durchgesetzt haben. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Einrede der Verjährung erhoben werden könnte." Man habe sich bewusst dazu entschlossen, "einen möglichst geräuschlosen und unaufgeregten Weg zu beschreiten".

Während der ehemalige DFB-Präsident Zwanziger eine mögliche Konfrontation mit dem Verband nicht scheut ("Mein Anwalt hat dem DFB-Anwalt mitgeteilt, dass es keine Rechtsgrundlage für Forderungen gegen mich gibt. Wie soll denn derjenige, der aufklären wollte, seine Pflichten verletzt haben?"), führt der DFB laut Koch mit der FIFA intensive Gespräche.

"Wir sind in sehr gutem engen Austausch. Und auch umgekehrt sind wir dabei, gegenüber der FIFA unserseits zu erklären, dass wir auf die Einrede der Verjährung verzichten würden, wenn die FIFA gegen den DFB beispielsweise Ansprüche geltend machen sollte", sagte Koch: "Hier geht es jetzt nicht darum, Streit zu suchen, sondern Rechtspositionen zu erhalten. Das ist die Pflicht derjenigen, die an der Spitze des DFB aktuell handeln."

© 2016 SID

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